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Emotionen, Mega-Stimmung, Michael Wendler!

Tausende Besucher, hunderte Sportler und Händler – 1 Wendler. Das Publikum beim Anklamer Hansefest bebte, als der Schlagergott die Bühne betrat. Sein Abgang sollte dramatisch werden.

Der Wendler gab auf der Bühne alles. Mit dramatischen Posen machte er aus seinem Auftritt nicht nur eine reine Gesangsperformance, sondern eine richtige Show.
Claudia Malangré Der Wendler gab auf der Bühne alles. Mit dramatischen Posen machte er aus seinem Auftritt nicht nur eine reine Gesangsperformance, sondern eine richtige Show.

Freitagabend in Anklam: Das diesjährige Hansefest ist erst wenige Stunden alt, hat den sintflutartigen Regenschauer schon hinter sich, da kommt er auf die Bühne: Michael Wendler! Blaue Jeans, schwarzes T-Shirt mit weißem Totenkopf-Aufdruck, schwarze Lederjacke. Das Publikum bebte, da hatte der Wendler noch nicht ein Lied gesungen!

Der Wendler performte seine größten Hits mit dramatischen Posen. Er fasste sich ans Herz mit der einen Hand; die andere spannte er mitsamt des Arms an und präsentierte seine Muskeln.

Der Abgang verlief dramatisch

Besondere Begeisterungsstürme erreichte der Wendler, als er eine CD seines neuen Albums in die Menge warf. Über den Fang freute sich eine Gruppe aus zwei Männern und zwei Frauen, die fürs Hansefest aus verschiedenen Orten der Region angereist waren. Sie standen im Publikum zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Lediglich die Tatsache, dass der Schlagerstar bereits nach dem gefühlt vierten Song behauptete, sein geplanter Auftritt sei nun eigentlich schon vorbei, brachte ihm Schelte ein. „Faule Sau“, rief ein Mann vom Bierstand aus.

Der Wendler spielte aber noch vier Zugaben und sorgte so für Versöhnung. Schließlich verabschiedete er sich mit folgenden Worten: „Meine letzte Bitte an euch: Vergesst den alten Wendler nicht.“ Sein Auftritt brachte die Stimmung zum Kochen. Sein Abgang, er war dramatisch.