Wegen 20.000 Euro:

Erpresser droht Rentnerin am Telefon mit Messerattacke

Als das Telefon klingelte, ahnte die 90-jährige Frau nichts Böses. Doch als sie den Hörer abhob, begann für sie ein mehrstündiger Alptraum.

Die Anklamer Polizeisprecherin Ortrun Schwarz rät bei derartigen Anrufen, sich nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen und umgehend Angehörige und die Polizei zu informieren.
Federico Gambarini Die Anklamer Polizeisprecherin Ortrun Schwarz rät bei derartigen Anrufen, sich nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen und umgehend Angehörige und die Polizei zu informieren.

Ein Unbekannter hat am Freitag versucht, durch das telefonische Androhen eines Messerangriffs 20.000 Euro von einer Greifswalder Rentnerin zu erpressen.

"Ich stehe vor ihrem Haus und will 20.000 Euro in bar. Ich habe ein großes Messer. Wenn sie nicht gehorchen, werde ich es gegen sie einsetzen." Mit diesen Worten setzte der unbekannte Erpresser die 90-Jährige unter Druck.

Verängstigt traute sich die Frau zunächst nicht, überhaupt zu reagieren. Erst im Laufe des Tages vertraute sie sich einer Bekannten an. Diese informierte umgehend die Polizei. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Direkte Art der Bedrohung ungewöhnlich

Der unbekannte Erpresser war mittleren Alters und sprach akzentfrei deutsch. Polizeiangaben zufolge ist es möglich, dass noch andere ältere Menschen in der Region auf diese Art bedroht wurden.

Ortrun Schwarz, Pressesprecherin der Polizei Anklam, ist über die perfide Art der Erpressung überrascht. „Es kommt in der Region immer wieder zu telefonischen Betrugsversuchen gegenüber Rentnern“, sagt Schwarz. „Doch eine solch direkte Art der Bedrohung ist bisher nicht bekannt geworden.“

Schwarz rät, sich nicht in derartige Gespräche verwickeln zu lassen, sondern sofort Angehörige und die Polizei zu informieren.

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