Busverkehr:

Erst anrufen, dann mitfahren

Mit dem neuen Jahr kommt auch ein neuer Busfahrplan. Ab dann gibt es mehr Fahrten, die nur noch als Rufbus angeboten werden. Wer hier mit will, muss also vorher Bescheid sagen.

An rund 500 Haltestellen muss die AVG in diesen Tagen die Fahrpläne austauschen. Da legt auch Betriebsleiter Rainer Rapphahn Hand an.
Gabriel Kords An rund 500 Haltestellen muss die AVG in diesen Tagen die Fahrpläne austauschen. Da legt auch Betriebsleiter Rainer Rapphahn Hand an.

Viele Vorpommern, die ab und zu mit dem Bus fahren, kennen das bereits: Mindestens eine Stunde vor Fahrtantritt muss der Fahrgast per Telefon beim Fahrdienstleiter Bescheid sagen; nur dann kommt der Bus. Mit dem Fahrplanwechsel zum 1. Januar wird das Rufbus-Konzept auf weitere Linien im Bedienungsgebiet der Anklamer Verkehrsgesellschaft AVG ausgeweitet. „Es ist einfach nicht wirtschaftlich, Fahrten anzubieten, die oft von niemandem genutzt werden“, sagt AVG-Chef Karl Heiden.

Die AVG habe in den Rufbussen 200 Fahrgäste im Monat: „Das zeigt einerseits, dass das System funktioniert, andererseits aber auch die geringe Nachfrage auf den betroffenen Linien.“ Auch Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte werden bei der AVG in speziell ausgerüsteten Bussen befördert; diese müssen sich allerdings einen Tag im Voraus anmelden.

Die übrigen Fahrtzeit- oder Linienänderungen seien insgesamt marginal, heißt es bei der AVG. Die genauen Daten stehen im neuen Regionalfahrplan für den Landkreis, der ab Donnerstag dieser Woche für 2 Euro beim Fahrpersonal in den Überlandbussen, den Betriebshöfen der Verkehrsgesellschaften, in den Stadtinformationen Anklam, Ueckermünde, Torgelow und Pasewalk sowie in der Mobilitätszentrale am Greifswalder Busbahnhof erhältlich ist. Außerdem gibt‘s den AVG-Fahrplan auch im Internet unter www.avg-anklam.de.

Für die AVG bedeutet der Fahrplanwechsel am 1. Januar noch eine besondere Herausforderung – an fast allen 500 Haltestellen des Unternehmens muss der Fahrplan getauscht werden. „Damit ist einer unserer Mitarbeiter die ganze Woche lang vollends ausgelastet,“ sagt Karl Heiden. Ende der Woche soll der Fahrplan-Tausch dann aber abgeschlossen sein.

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