Gericht entscheidet:

Falscher Anklamer muss 10.000 Euro zahlen

Er wollte für die Anklamer Stadtvertretung kandidieren, täuschte die Wahlleitung aber bei seinen Angaben zum Wohnsitz. Mit bösen Folgen.

10000 Euro Strafe bekam ein Mann aufgebrummt, weil er sich als Anklamer ausgab.
Daniel Reinhardt 10000 Euro Strafe bekam ein Mann aufgebrummt, weil er sich als Anklamer ausgab.

Wenn Holger Krüger aus Woserow geahnt hätte, wie viel Ärger ihm seine politischen Ambitionen einbringen, hätte er wahrscheinlich die Finger davon gelassen. Doch das tat er nicht, vielmehr kandidierte er bei den Kommunalwahlen 2009 für einen Sitz in der Anklamer Stadtvertretung. Zu Unrecht, weil er ja eigentlich in Woserow wohnt. Wer in Anklam Stadtvertreter werden will, muss aber auch seinen Hauptwohnsitz in der Stadt haben. Nach der Wahl flog alles auf, die Stadt ließ die Wahl wiederholen und forderte die Mehrausgaben dafür.

Verurteilt wurde jetzt Holger Krüger. Er soll laut Entscheidung von Richter Dr. Mario Cebulla vom Landgericht Stralsund 9244 Euro plus Zinsen an die Anklamer Stadtkasse überweisen sowie die Kosten des Rechtsstreits bezahlen. Da könnten dann leicht 14 000 Euro zusammenkommen.

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