Fremdenfeindlicher Übergriff:

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim in Trassenheide

In Trassenheide brannte am frühen Sonntagmorgen ein künftiges Flüchtlingsheim. Das Gebäude ist nun unbewohnbar. 15 Flüchtlinge sollten noch in dieser Woche dort einziehen.

Der Dachstuhl des Hauses brannte komplett aus. Das künftige Flüchtlingsheim ist unbewohnbar.
Tilo Wallrodt Der Dachstuhl des Hauses brannte komplett aus. Das künftige Flüchtlingsheim ist unbewohnbar.

Ein künftiges Flüchtlingsheim in Trassenheide auf Usedom hat am frühen Sonntagmorgen gebrannt. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Am 19. November sollten hier 15 Flüchtlinge unterkommen.

Zur eingetretenen Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben. Die Kriminalpolizei geht nacht ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus.

Vier Wohnungen

Das Haus, ein etwa 50 mal 25 Meter großes, zweigeschossiges, ehemaliges Verwaltungsgebäude einer Metallbaufirma, sollte zur Flüchtlingsunterkunft werden. Vier Wohnungen wurden dafür hergerichtet.

Zur Brandbekämpfung waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Trassenheide Karlshagen, Zinnowitz, Bannemin und Peenemünde mit insgesamt 48 Kameraden im Einsatz.

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Kommentare (1)

Wahrscheinlich fühlen sich jetzt wieder einmal die bestätigt, die den Ossis pauschal eine besonders ausgeprägte Fremdenfeindlichkeit unterstellen. Dass das Quatsch ist, zeigt schon folgende Überlegung: Es gibt keine Partei, die einer unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen so aufgeschlossen gegenüber steht wie die Linke. Sie übertrifft dabei noch deutlich Frau Merkel und spricht sich auch entschlossener gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber aus als die Grünen. Das ist um so höher zu bewerten, als die Zuwanderer ja gerade zu deren Wählerklientel in Konkurrenz um Jobangebote und preiswerten Wohnraum treten. Und nirgends hat die Linke einen so großen Zuspruch wie im Osten. Zusammen mit den anderen flüchtlingsfreundlichen Parteien repräsentiert sie fast 90% der Wähler im Osten, während die einzig nennenswerte flüchtlingsfeindliche Partei AfD gerade einmal auf 10% kommt.