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Frostige Zukunft: Weniger Geld für den Adventsmarkt?

Die Anklamer sind stolz auf ihren Adventsmarkt – zu Recht, werden viele Besucher der stimmungsvollen Veranstaltung sagen. Da ist es kein Wunder, dass es ...

Der Anklamer Adventsmarkt ist sehr beliebt. Würde das so bleiben, wenn es spürbare Abstriche an Programm und Ausstattung gibt? [KT_CREDIT] Foto: Archiv/Claudia Müller

Die Anklamer sind stolz auf ihren Adventsmarkt – zu Recht, werden viele Besucher der stimmungsvollen Veranstaltung sagen. Da ist es kein Wunder, dass es manchem Stadtvertreter schwer fällt, sich einen deutlich abgespeckten Adventsmarkt vorzustellen. Doch erhebliche Abstriche an Programm und Ausstattung wären wohl unvermeidlich, wenn die Spar-Vorschläge aus dem Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes umgesetzt werden. Denn das würde bedeuten, dass statt bisher 24 000 Euro nur noch 18 000 Euro für den nächsten Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen. „Das wird schon zu merken sein“, machte Beatrix Wittmann-Stifft von der Stadtverwaltung deutlich. Dazu kommt, dass die Kürzung eigentlich noch viel höher ausfällt: 5000 Euro, die in den Vorjahren für Aktivitäten der Vorpommerschen Landesbühne beim Adventsmarkt zur Verfügung gestellt wurden, sollen nicht mehr zusätzlich ausgereicht, sondern ins Budget eingerechnet werden. Zudem ist die Stadt nicht mehr vorsteuerabzugsberechtigt, so dass aus dem Budget auch die Mehrwertsteuer zu begleichen ist. Damit müsste man bei der Organisation des Adventsmarktes alles in allem mit rund 15000 Euro weniger auskommen, berechneten Mitglieder des Anklamer Ausschusses für Stadtmarketing, Bildung, Kultur und Soziales bei ihrer Sitzung am Dienstagabend.
Und das schien einigen doch ein zu harter Einschnitt, der den Erfolg der Veranstaltung womöglich in Gefahr bringen könnte. Auf Anregung der Abgeordneten Andreas Brüsch (IfA) und Roland Rusch (UBL) will der Ausschuss daher in der Stadtvertretung beantragen, das Spar-Budget von 18000 Euro für den Adventsmarkt um den Mehrwertsteueranteil, also etwa um 3600 Euro, aufzustocken. Der Vorschlag von CDU-Stadtvertreter Bernd Kohn, die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes für 18000 Euro extern auszuschreiben und sozusagen zu privatisieren, fand keine Mehrheit.
Nachdem es im vorigen Jahr auch im Kulturbereich schmerzhafte Mittel-Kürzungen gegeben hat, sind nochmalige Sparmaßnahmen im Haushaltsentwurf 2013 nicht vorgesehen. Insofern wird der Ausschuss auch keine weitere Änderungsanträge zum Haushalt und zum Haushaltssicherungskonzept stellen. Es sind aber Anträge aus den Fraktionen zum Sparkonzept zu erwarten, berichtete Ausschusschef Christian Schröder (IfA). So will die IfA vorschlagen, dass 2014 statt
100000 Euro wie im Haushaltsicherungskonzept vorgesehen doch 155000 Euro für das 750. Stadtjubiläum reserviert werden.