Die Überraschungen im Herbst:

Gänsehautmomente im Oktober

Was für eine sensationelle erste Oktoberwoche das doch war. Wie gemacht für Expeditionen zu den Wildgänsen, den Pilzen oder auch zum Angeln. Alles nicht gemacht? Dann lesen Sie mal, was Sie verpasst haben. Und wie Sie das alles noch nachholen können.

Weißwangengänse machen bei uns nur kurz Station.
Warmbier Weißwangengänse machen bei uns nur kurz Station.

Gans nah ran an die Natur! Das geht nie leichter als im Oktober, denn jetzt kommen sie. Und wie! Zehntausende Gänse nehmen gerade Kurs auf Vorpommern, die ersten riesigen Schwärme sind schon angekommen. Zwischen Greifswalder Bodden und Peenetalmoor bis hin zu den Randowbergen kann man jetzt besonders bei Sonnenuntergang echte Gänsehautmomente erleben.

Es sind nordische und sibirische Feldgänse, besonders gut zu beobachten in den Flusstalniederungen, ob am Koblentzer See bei Pasewalk oder in der Großen Friedländer Wiese zwischen Ferdinandshof und dem Naturschutzgebiet „Galenbecker See“.

Die Nachhaltigkeit der Gänsejagd

Für die meisten Mitbürger sind alle Gänse einfach nur graubraune Wasservögel, und so beliebt wie einst sind sie auch nicht mehr. Denn, seit es wieder so viele gibt, werden sie, zumindest von den Landwirten, bisweilen schon als Schädlinge angesehen. Vogelfreunde zweifeln allerdings die Angaben einiger Landwirte an, die von Schäden zwischen 30 und 50 Prozent an ihren an „befallenen“ Feldern sprechen. Dennoch stehen auch Vogelschützer einer Bejagung der Tiere außerhalb von Schutzgebieten aufgeschlossen gegenüber. So werden die Wasservögel von den Feldkuturen verscheucht und eventuelle Schäden vermindert.

Gänsejagd ist für unsere Jäger nachhaltig – und lecker! Und im Vergleich zu den Niederlanden, wo die Vögel zum Schutz der Felder zu Tausenden vergast werden, ist die Bejagung immer noch die bessere Alternative.Darum ist eine Pauschalverurteilung der Gänsejagd nicht angebracht.

Die Angelsaison feiert Hochsaison

Aber nicht nur die Gänse haben jetzt Hochsaison. Auch die Angelsaison wird jetzt in Vorpommern so richtig eröffnet. Angelpraktiker Siegfried Gessler aus Klein Polzin berichtet von herrlichen Flussbarschen, die man jetzt fangen kann. Gebraten nach Hausmacherart schwört er auf das knusprig, feste Filetfleisch.

Andere wieder sind den Pilzen auf der Spur, denn durch den vielen Regen und sommerlich milde Witterung sprießen die Hutträger zenterweise, besonders gut um Pinnow, auf der Insel Usedom im Bereich der Mellenthiner Heide und im Karlsburger Land.

Tote Tiere am Wegesrand

Was derzeit auffällt, wenn man draußen utnerwegs ist, sind zahlreiche tote „Mäuse“, besonders in der Ueckermünder Heide, ja selbst in den Ueckerwiesen um Pasewalk. Doch betrachtet man die Winzlinge etwas genauer, bemerkt man sofort die Rüsselschnauze, normale Mäuse sind das also nicht! Es sind Spitzmäuse, die sind übrigens keine Nagetiere, sondern gehören zu den Insektenfressern, genau wie ihre Vettern Igel und Maulwurf. Obgleich alle Spitzmausarten unter strengem Naturschutz stehen, werden sie aus Unkenntnis noch häufig vom Menschen verfolgt. Dabei kann sich jeder Hobbygärtner glücklich schätzen, der die Winzlinge auf seinem Grundstück beherbergt, denn die Spitzmäuse sind außerordentlich nützliche Tiere. Ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen Schnecken und Würmer, aber auch echte Feldmäuse. Der Giftspeichel der Spitzmäuse tötet die deutlich größeren Feldmäuse.

Die Spitzmäuse werden zu dieser Jahreszeit besonders häufig Opfer von Katzen und Füchsen, doch die Leichtgewichte besitzen Moschusdrüsen, die bei Gefahr einen äußerst unangehnem Geruch verströmen. So vertragen nur wenige Räuber mit kräftigem Magen wie Eulen diese

Einzelgänger. Deshalb findet man viel häufiger tote Spitzmäuse als Feldmäuse, die verspeisen Fuchs und Katze nämlich sofort. Übrigens, wer an einer Herbstwanderung zum Gänse- und Adlergucken teilnehmen möchte, bitte Anruf unter Tel. 03971-833932 oder mobil unter 0151-18993870.

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