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Gärten müssen für schmucke Eigenheime weichen

Von unserem RedaktionsmitgliedStefan HoeftDer Countdown imneuen Wohngebiet an der Jarmener Fabrikstraße läuft. Denn die Kommune hat mittlerweile die ersten ...

Der Jarmener Ortseingang von Leussin aus, schräg gegenüber dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände: Rechts von der gerade sanierten Fabrikstraße ist ein neues Wohngebiet ausgewiesen worden, bald sollen hier die ersten zwei Eigenheime entstehen.  FOTO: Stefan Hoeft

Von unserem Redaktionsmitglied
Stefan Hoeft

Der Countdown im
neuen Wohngebiet an der Jarmener Fabrikstraße läuft. Denn die Kommune hat mittlerweile die ersten zwei Parzellen dort verkauft –
mit jeweils um die 1000 Quadratmeter Fläche.
Doch es geht noch größer.

Jarmen.Da der B-Plan längst genehmigt ist, erwarten die Stadt und die neuen Grundstückseigentümer in den nächsten Tagen grünes Licht für den Baustart. Vermutlich gehe es auf einem Grundstück noch im April los, verdeutlicht Liane Janssen, im Rathaus für die Bauabteilung zuständig. Insgesamt umfasst das B-Plan-Gebiet zirka zwei Hektar, teils Industriebrache, teils eine Gartenanlage auf einstigem Privatbesitz. Die Größe der Parzellen schwankt zwischen um die 650 und 1500 Quadratmeter, erschlossen sind dafür nach Auskunft der Verwaltung 32 Euro pro Quadratmeter zu zahlen.
Für die Erschließung in die Tiefe soll eine neue rund 270 Meter lange Straße errichtet werden, die eine neue Querverbindung zum Geländes des Busbahnhofs schafft. Doch anfangs geht es ohne diesen Weg. Schließlich greift die Kommune erstmal auf jenen Landstreifen zurück, der direkt an der Fabrikstraße liegt und so praktisch auf Anhieb über einen Zugang zu den Ver- und Entsorgungsleitungen verfügt. Hinzu kommt die einfach herzustellende Zufahrt, unterstreicht Bürgermeister Arno Karp. „Dazu brauchen wir nur den Bordstein abzusenken. Und die Wasserleitung wird noch etwas verlängert in Richtung Leussin.“ Jarmen kann also die meisten Einnahmen noch zurücklegen, um dann später besagte Straße und weitere Erschließungsarbeiten zu finanzieren.
Ansiedeln werden sich als erste zwei junge Familien aus der Peene-stadt. Aber der Kommune gehe es mit dem neuen Gebiet nicht nur darum, möglichst viele bauwillige Bürger im Ort zu halten beziehungsweise neue dorthin zu locken, erklärt der Rathauschef. Denn gleichzeitig wandele sich so das Stadtbild in diesem Bereich Stück für Stück zum besseren. Immerhin ist gerade die einst durch Betriebe gekennzeichnete Südseite des Straßenzuges heute ein düsteres Terrain, das stellenweise verwildert, von der Ruine des BHG-Lagers überragt. In ein paar Jahren könnte dies alles verschwunden sein und stattdessen eine schmucke Eigenheimsiedlung glänzen., so Karp