Baustellen behindern den Rettungsdienst:

Gegen dieses Chaos hilft kein Blaulicht

Mindestens dreimal in 36 Stunden gab es trotz Blaulicht und Sirene fast kein Durchkommen – oder nur ein sehr langsames. Die Baustelle an der B 109 in Anklam macht den Rettungsdiensten zu schaffen.

Anklam hat ein Ampelproblem. Die vielen Baustellen behindern auch den Rettungsdienst.
Carsten Schönebeck Anklam hat ein Ampelproblem. Die vielen Baustellen behindern auch den Rettungsdienst.

Da hilft kein Navigationsgerät, keine noch so gute Ortskenntnis der Sanitäter und Ärzte. Wenn der Rettungswagen durch Anklam rollt, muss der Patient derzeit Geduld haben – egal, was ihm widerfahren ist. Rote Ampel, Autoschlange, kein Platz rechts und links, um auszuweichen. Und auf der Gegenspur versperren Laster und Bagger den Weg. Allein die Baustelle im Norden der Stadt kostet die Retter jede Menge Zeit. Dazu die Sperrungen an der Steinstraße, der Mühlenstraße, und, und, und.

„Natürlich werden diese Dinge in die Alarmierungspläne eingearbeitet“, beschwichtigt Achim Foitzheim, Sprecher des Landkreises. Über sämtliche der Baumaßnahmen sei die Rettungsleitstelle frühzeitig informiert gewesen, um die eigenen Mitarbeiter und die Helfer in den Rettungswachen vorzubereiten. Zu den Baubesprechungen seien Vertreter der Rettungsdienste eingeladen worden. Alternative Strecken und die Alarmierung anderer Rettungswachen seien vorbereitet, „und zur Not muss ohnehin der Hubschrauber fliegen“, so Froitzheim. Doch die Maßnahmen greifen längst nicht immer. Mindestens dreimal blieben in den vergangenen Tagen Rettungswagen und Notärzte im dichten Verkehr am Ortsausgang in Richtung Ziethen hängen, sie verloren dabei wichtige Minuten.

Beim Arbeiter-Samariter-Bund, der mehrere Wachen im Landkreis betreibt, fordert man deshalb mehr Aufmerksamkeit von den anderen Verkehrsteilnehmern. „Die Fahrer tragen eine riesige Verantwortung und sind auf Rücksicht angewiesen“, sagt Geschäftsführer Ronald Schweder.

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