Brücken-Baustelle in Anklam:

Gibt’s den Rotlicht-Blitzer wirklich?

An der Anklamer Brücken-Baustelle warnen zwei Schilder vor "Rotlichtüberwachung" - doch Rotlicht-Blitzer sind weit und breit nicht zu sehen. Die Behörden stellen klar: Wir kontrollieren trotzdem!

Dieses Schild warnt an der Brücken-Baustelel davor, bei Rot über die Baustellenampel zu fahren.
Anne-Marie Maaß Dieses Schild warnt an der Brücken-Baustelel davor, bei Rot über die Baustellenampel zu fahren.

Es gilt bei vielen als Kavaliersdelikt: noch schnell am Ende der Fahrzeugschlange durch die Baustelle zu fahren, obwohl das Signal schon eindeutig auf Rot geschaltet hat. Auch an der Straßenbrücke der B109 bei Anklam gibt es da keine Ausnahme. Doch was besagen die Hinweisschilder? Angeblich gibt es dort eine „Rotlichtüberwachung“. Also ein Blitzer an der Baustellenampel?

Nein, stellen die Behörden klar: Fest installiert ist dort keine Rotlichtblitzanlage, allerdings wird in Absprache mit der Verkehrsbehörde im Baustellenbereich nun regelmäßig ein mobiler Blitzer aufgestellt, sagt Peter Baumgarten vom Straßenbauamt Neustrelitz. 

Gerade in den ersten Tagen seien viele Autofahrer noch bei Rot gefahren. Mit weitreichenden Folgen: Denn auch die ausgeklügeltste und modernste Ampelschaltung kann nicht helfen, wenn sich die Autofahrer schlichtweg nicht an die Verkehrsregeln halten. „Am Ende kann der Gegenverkehr nicht losfahren, wenn die Ampel auf Grün umschaltet, aber noch Fahrzeuge entgegenkommen. Dann staut es sich und man braucht drei oder vier Ampelphasen, bis der normale Ablauf wieder funktioniert“, sagt Baumgarten.

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