Bütikofer auf Wahlkampf-Besuch:

Grünen-Politiker ist heiß auf Anklamer Zucker

Bislang sind die Grünen in Anklam eine verdammt seltene Spezies. Jetzt gab's dann aber doch mal hohen grünen Besuch - und natürlich auch Erklärungen, warum grüne Politik auch für Anklam genau das Richtige wäre.

Fabrik-Chef Matthias Sauer (r.) zeigte den Gästen, die selbstverständlich grüne Helme trugen, die neue Bioerdgas-Anlage. In der Mitte Reinhard Bütikhofer, links Wahlkreis-Kandidat Ralf-Peter Hässelbarth.
Fabrik-Chef Matthias Sauer (r.) zeigte den Gästen, die selbstverständlich grüne Helme trugen, die neue Bioerdgas-Anlage. In der Mitte Reinhard Bütikhofer, links Wahlkreis-Kandidat Ralf-Peter Hässelbarth.

Der grüne EU-Parlamentarier Reinhard Bütikhofer besuchtein dieser Woche die Anklamer Zuckerfabrik und ihre neue Bioerdgas-Anlage. Keine Frage, dass der Besucher anschließend voll des Lobes war: „Ich finde es erfreulich, wie sich diese im Vergleich eher kleine Fabrik gehalten und entwickelt hat“, sagte Bütikhofer. „Herr Sauer hat angedeutet, dass die Fabrik künftig auch in grüne Chemie investieren will. Das ist ein wichtiger Zukunftsmarkt und es wäre sicher ein Gewinn für Anklam, wenn die Zuckerfabrik dort mitmischen würde.“

Bütikhofers eigentliche Botschaft war noch eine andere: Denn auch ein EU-Politiker ist im Wahlkampf-Modus für die Parteifreunde in der Bundespolitik. Und so beeilte sich der Spitzengrüne, gleich noch zu erläutern, warum auch auf dem Land und in kleinen Städten wie Anklam, in denen die Grünen traditionell eher wenige Stimmen erhalten, aus seiner Sicht einiges dafür spricht, grün zu wählen: „Wir haben schon immer gesagt, dass Ökologie und Nachhaltigkeit der Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg sind. Inzwischen ist das auch in der Landwirtschaft fast überall anerkannt.“ Da wäre es doch angebracht, jetzt auch grün zu wählen – findet zumindest Bütikhofer.

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