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Grünes Licht für Bau-Pläne am Peeneufer

Das ging leichter als gedacht: Windbaron Stephan Schröder hat von den Stadtvertretern grünes Licht für seine Baupläne am Peeneufer bekommen. Wenn jetzt alles gutgeht, gehört eine historische Baulücke in Anklam bald der Vergangenheit an.

Die Fläche an der Peene im Bereich des Bollwerks ist seit dem Krieg eine schmerzhafte Lücke in der Anklamer Stadt-Silhouette.
Archiv Die Fläche an der Peene im Bereich des Bollwerks ist seit dem Krieg eine schmerzhafte Lücke in der Anklamer Stadt-Silhouette.

Die Fläche an der Peene im Bereich des Bollwerks ist seit dem Krieg eine schmerzhafte Lücke in der Anklamer Stadt-Silhouette. Früher standen dort historische Fachwerkhäuser, auch das alte Rathaus. Stephan Schröder und sein Geschäftspartner Heiner Röger sind bei weitem nicht die ersten, die Baupläne für das Grundstück haben - doch alle bisherigne Investoren waren gescheitert.

"Ich bin daher wirklich sehr dankbar, dass wir das Vertrauen der Stadtvertreter gewinnen konnten", sagt Stephan Schröder, der seine Idee gestern im Stadtparlament auf Einladung von CDU-Mann Marco Schulz vorstellte. Übrigens unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Über Bauanträge wird grundsätzlich im Geheimen beraten.

Kritik am Vorhaben

Nicht geheim ist allerdings, wie die Beratung ausging: Nämlich für Schröders Vorhaben. Stadtvertreter berichten außerdem von einer insgesamt durchaus wohlwollenden Atmosphäre; selbst die im Vorfeld mit scharfer Kritik aufgefallene CDU-Fraktion habe durchaus angetan gewirkt von Schröders Ideen.

Dass es zeitweise Kritik an dem Vorhaben hagelte, erklärt sich Schröder am ehesten mit Kommunikationsproblemen. "Denn es ist doch so: Wir wollen hier wirklich etwas für die Stadt tun und vor Ort investieren. Das Ganze ist für uns durchaus mit unternehmerischen Risiken verbunden." Zum Wohle der Stadt sei das Vorahben aber ganz gewiss: "Wir wollen mit renommierten Architekten zusammenarbeiten. Und gerade mir ist selbstverständlich bewusst, was Anklam baulich in den letzten Jahren schon alles durchgemacht hat", sagt Schröder - und meint damit etwa das Lilienthal-Center am Markt, das die meisten Anklamer heute wohl nur noch als städtebaulichen Unfall betrachten können.