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Grundstücksbesitzer müssen mehr zahlen

Die Kostenschraube dreht sich mal wieder – und das selbstverständlich in die Höhe. Der Wasser-und Bodenverband kündigt eine Preissteigerung von rund 20 Prozent an.

Die Kosten für die  Grabenpflege sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Wasser- und Bodenverband "Untere Peene" Die Kosten für die  Grabenpflege sind in den letzten Jahren stark gestiegen.

„Wir hatten zehn Jahre die gleichen Preise, das war eigentlich nicht mehr real“, sagt Manfred Menge, der Geschäftsführer vom Wasser- und Bodenverband „Untere Peene“, der sich um den Erhalt und die Pflege offener Gewässer kümmert. Und der Vorpommer ahnt: Wenn solche Sätze fallen, wird es teurer. So sieht es zumindest der Haushaltsplanentwurf vor, der vom Vorstand des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände Mecklenburg-Vorpommern bereits abgenickt wurde. Nun müssen nur noch die einzelnen regionalen Verbände über die Preiserhöhung auf der Mitgliederversammlung Ende November abstimmen.

Ein Nein ist jedoch nicht zu erwarten. Immerhin gibt der Wasser- und Bodenverband nur die ebenfalls für ihn gestiegenen Kosten an die Gemeinden weiter, weiß Manfred Menge. Im Januar gehen die Beitragsentscheide an die Gemeinden raus.

Um satte 20 Prozent sind die Kosten für den Unterhalt der Gewässer und wasserwirtschaftlichen Anlagen bei der Aufgabevergabe für die kommenden vier Jahre gestiegen. Die ausführenden Firmen müssten immerhin auch in neue Technik investieren, zudem seien die Materialpreise, zum Beispiel für die Rohrleitungen, in den vergangenen Jahren gestiegen, benennt Menge als Gründe für die Preisentwicklung. Die wird zunächst die Gemeinden treffen, die jedoch zum Teil bereits über eine Änderung ihrer Satzungen wiederum abgestimmt haben.

Für den normalen Bürger mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße wirke sich jedoch auch die erhebliche Preissteigerung nur geringfügig aus, sagt Menge. Da der Preis mit der Hektarzahl des jeweiligen Grundstückes zusammenhängt, liegt die Preissteigerung im Normalfall bei 50 Cent bis zu einem Euro.

In ganz anderen Dimensionen müssen dagegen die Landwirte in die Tasche greifen. Bei großen landwirtschaftlichen Flächen können da schon mal 1 500 Euro zusammenkommen, so Menge. Jedoch profitieren auch gerade die Bauern von einem funktionierenden Grabensystem, sagt er.