Grundstück zu groß:

Hartz-Entscheidung: Mann soll raus aus Elternhaus

Ein Hartz IV-Empfänger soll nach dem Willen des Amtes sein Haus samt Grundstück verkaufen, weil es über den "Bedarfsgrößen" liegt. Der Betroffene ist natürlich entsetzt. Und glaubt außerdem nicht daran, so leicht einen Käufer finden zu können.

Michael Rothe hat einen ganzen Stapel Schreiben vom Jobcenter: Sein Grundstück ist zu groß für einen Hartz-IV-Empfänger.
A. Maaß Michael Rothe hat einen ganzen Stapel Schreiben vom Jobcenter: Sein Grundstück ist zu groß für einen Hartz-IV-Empfänger.

„Ich weiß gar nicht, was das alles soll“, sagt Michael Rothe. Zum 1. Juni wurde dem 50-jährigen Pelsiner die Streichung des Arbeitslosengeldes II angekündigt. Der Grund: Weil Rothe mit seinem Elternhaus, in dem er nunmehr schon seit 40 Jahren lebt, auch Grund und Boden besitzt, verfügt er aus Sicht des Jobcenters über Vermögen. Knapp über 1600 Quadratmeter Grund. Zuviel nach den Richtlinien des Jobcenters.

Bei Michael Rothe stapelt sich derweil die Post. Auf die Hartz-IV-Ablehnung folgte ein Darlehensantrag, danach schneite dann wieder ein Bewilligungsantrag ins Haus. So langsam verliert der Pelsiner die Übersicht. Rothe wäre durchaus bereit, einen Teil seines Gehöftes zu verkaufen, wenn es denn sein muss. Nur eine Frage bleibt bei dem Pelsiner: „Wer kauft so etwas in Pelsin?“

Die Richtlinien für Grund und Boden sind nach den Hartz-Kritierien festgesteckt, das weiß auch Andrea Lehnhoff, Pressesprecherin vom Jobcenter Vorpommern-Greifwald Nord. Zu dem konkreten Fall kann sie sich nicht äußern. Generell beträgt die Grenze für angemessenen Grundbesitz für Hartz-IV-Empfänger 500 Quadratmeter innerhalb von Städten. Auf Dörfern sind es 800 Quadratmeter Grund und Boden, die gesichert sind, erklärt Andrea Lehnhoff.

Darüber hinaus gibt es eine festgeschriebene maximale Wohnfläche von 90 Quadratmetern für Alleinlebende mit eigenem Haus, erklärt sie. Dass man so ein Haus oder auch nur einen Teil des Grundstückes nicht unbedingt von heute auf morgen veräußern kann, sei auch dem Jobcenter klar, sagt Lehnhoff.

Solange das Grundstück nicht verkauft sei, gebe es zumeist ein Darlehen vom Jobcenter zur Überbrückung. In wie weit dieses dann nach einem Verkauf zurückgezahlt werden muss, sei dann wieder eine extra Entscheidung.

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Kommentare (8)

Genau so stellt man sich Deutschland vor. Idiotischer geht nicht mehr. Soll doch das Jobcenter das Grundstück kaufen! Es wundert einem nicht, dass immer mehr Deutsche auswandern. St. Tropez, 03.06.2015

Jedes andere Wohnen kostet dem Hartz-IV-Empfänger (und in der Konsequenz die Kosten der Unterkunft dem Jobcenter) mehr als das Wohnen im eigenen Haus, denn dort fallen nur die Betriebskosten an. Da bei diesen aber nach dem Flächenbedarf des Bewohners ein Limit gesetzt ist, kann es doch dem Jobcenter egal sein, wieviele Quadratmeter noch vor der Wohnungstür liegen. Sicher, es ist Grundbesitz, aber solange dieser nicht verkauft ist, kann von Vermögen nicht gesprochen werden. Thomaneck hat Recht - soll doch das Jobcenter als Makler fungieren und das Grundstück verkaufen - in Teilen oder im Ganzen. Der Mensch steht deswegen im Mittelpunkt der Bemühungen der Jobcenter, damit man ihn von allen Seiten in den A..... treten kann. Wenn die Klugen alle auswandern, braucht man sich doch nicht zu wundern, wenn wir allmählich nur noch von den Dummen regiert werden.

Aber so sind sie halt, die "Diener" des Volkes... 800 m² zu viel, a 3,50 (Ist ja sicher kein Bauland) macht 2.800 Euro... Deswegen, und weil der Mann ja jetzt so richtig reich ist, wird ihm die Hilfe entzogen. Soll er wohl Gras fressen, oder wie Königin Antoinette schon zum hungernden Volk sagte: Wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen... Gott beschütze uns vor Hohlpfosten und Bürokraten!

Gut, dass ihr darüber berichtet. Nun macht Druck!!!! Jeden Tag das Thema auf die Titelseite. Zeigt den Menschen, dass wir in einer Diktatur leben. Ruft jeden Tag beim Jobcenter an. Mobilisiert die Menschen!!!!!!! Über die Menschen in der Nazizeit wird immer gesagt, ja, warum haben die denn nichts getan, warum haben die nichts gewußtl. Klärt die Menschen auf über diese faschistoide Regierung, dieses faschistoide Länderparlament in Mecklenburg. Das ist Eure Aufgabe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Danke für das Lob und die Ermutigung! Ich verbitte mir dennoch den Vergleich unseres politischen Systems mit dem Faschismus! Wir haben kein Führerprinzip, keinen Totalitätsanspruch, keinen am Militär orientierte Parteiaufbau, keine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion, keine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation und auch kein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft (in Anlehnung an den Forscher Emilio Gentile).

Dass man sich für einen derart unterirdischen Kommentar auch noch bedanken kann, grenzt für mich an ein Wunder. Ich an Ihrer Stelle wäre mehr als peinlich berührt. Andererseits zeigt das Ganze deutlich, auf welchem Niveau wir inzwischen angekommen sind.

Späße mit Nachnamen gehört ja auch zur ganz großen Kunst! Dass ich inhaltlich mit dem Kommentar nicht mitgehe, habe ich doch mehr als deutlich gemacht.

Danke für das Lob und die Ermutigung! > Gerne, denn mittlerweile ist es mutig, solche Themen zu benennen und nicht gleich beruflich totgemacht zu werden. Ich verbitte mir dennoch den Vergleich unseres politischen Systems mit dem Faschismus! > Dies ist natürlich ein drastischer Vergleich. Aber er muß eben aufrütteln. Wir sind auf dem besten Weg. Wenn TTIP im Herbst kommt ist dies das Ende der parlamentarischen Demokratie > Zitat Willi Wimmer (CDU) > (verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)) Wir haben kein Führerprinzip, keinen Totalitätsanspruch > Das System Merkel ist kein Führerprinzip? Es gibt keine Opposition außer der Linken mehr im Parlament, SPD, CDU, Grüne sind Einheitsparteien. In der SED gab es mehr Disput über Wirtschaftsfragen. keinen am Militär orientierte Parteiaufbau > Daran arbeitet Flintenuschi (von dre Leyen) gerade. Neue Panzer, neue Raketen für Milliarden Euro, Kriegsreden des Bundespräsidenten, der will, dass Deutsche wieder auf Russen schießen keine kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion > Nein? Die Ersatzrelegion heißt "Wachstum" und "Finanzkapital" Merkel sagte, wir müssen eine marktkonforme Demokratie schaffen. Sie wissen, was das bedeutet. Die Menschen sind für die Wirtschaf da, die Wirtschaft für das Kapital. Das ist eine neue Relegion, eine Konsumrelegion. Menschlichkeit ist nicht mehr vorgesehen. keine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation > G7 unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der 187 anderen Länder der Welt, vor allem der dritten Welt > Kolonialismus ist das > Bilderberger-Treffen, dieses Jahr war Flintenuschi dort, ein anitdemokratisches Treffen der Elite unter Ausschluss der Öffentlichkeit >Unterordnung aller Wirtschaftinteressen unter die Rettung der Banken etc...... und auch kein totalitäres, in Funktionshierarchien denkendes Gesamtmodell der Gesellschaft > Agenda 2010, Hartz4 Artikel 1 des Grundgesetzes Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Hartz-Gesetze haben das Grundegesetz außer Kraft gesetzt. Klärt die Menschen endlich auf. Ich weiß, sie haben viel zu verlieren. Ihren Job, sie haben sicher Haus, Familie, Kinder. Der Druck, systemkonform zu schreiben ist groß. Wenn wir jedoch nicht schon bald wieder nahe "Stalingrad" auf Russen schießen wollen, müßt ihr endlich aufstehen. Gottes Segen Ihnen. PS: Artikel 1 Grundgesetz > Fahren sie mal zur Tafel in Waren und in die anderen Gemeinden, wo ausgeliefert wird. Gehen sie zu den Menschen. Pestalozzi: Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade.