Bizarrer Vorwurf:

Hat die Ex seinen Hund vergiftet?

Eine verhängnisvolle Affäre beschäftigt die Anklamer Polizei: Ein Sachbearbeiter des Reviers zeigte seine Ex-Freundin an. Vorwurf: Hundemord! Doch die junge Frau reagiert mit einer Gegenanzeige.

Bizarrer Rosenkrieg: Ein Anklamer Polizist behauptet, eine Ex-Freundin habe seinen Hund mit Rasendünger getötet. Doch die Frau wehrt sich mit einer Gegenanzeige.
Foto: Marijan Murat, Horst Pfeiffer/dpa, Montage: NK Bizarrer Rosenkrieg: Ein Anklamer Polizist behauptet, eine Ex-Freundin habe seinen Hund mit Rasendünger getötet. Doch die Frau wehrt sich mit einer Gegenanzeige.

Es war Leidenschaft auf den ersten Blick, als Brigitte, die lebenslustige junge Frau aus einem Dorf nicht weit von Anklam, auf den Polizisten Roland traf. (Namen von der Redaktion geändert). Bald nach dem ersten Treffen entspann sich zwischen den beiden eine heiße Affäre. Doch aus Zuneigung wurde letztendlich offene Feindschaft, die bis zum heutigen Tag anhält und nun offenbar sogar einen weiteren Höhepunkt erlebt.

Entlarvte Facebook die vermeintlich Schuldige?

Denn nun liegt eine Anzeige gegen die junge Dame vor: Sie soll den Hund des Polizisten getötet haben. Im Frühherbst war dieser auf qualvolle Weise verendet. Selbst ein teurer Tierarztbesuch konnte ihn nicht retten.

Für den Hundebesitzer stand fest: Da hatte jemand seine Finger im Spiel! Nach seinen Angaben hatte jemand ein Pulver auf seinem Grundstück verstreut. Davon hatte der Hund dann wohl gefressen und war verstorben. Die Schuldige ist für den Polizisten schnell gefunden - denn seine ehemalige Geliebte postete kurz danach für ein Bild von einem Rasendünger auf Facebook, mit dem Ratschlag "den müsst ihr nehmen".

Daraufhin erstattete Roland Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen die Frau. Wenigstens die 300 Euro Behandlungskosten, die der Tierarzt für die vergebliche Rettung des Hundes veranschlagt hatte, wollte er einfordern.

Wie es weitergeht, entscheidet die Staatsanwaltschaft

Brigitte fiel aus allen Wolken, als sie die Vorladung zum Verhör erhielt. „Ich glaube, der spinnt doch langsam“, sagt sie über ihren ehemaligen Liebhaber. Die Vergiftung des Hundes streitet sie kategorisch ab. Nach dem Verhör beauftragte sie sofort einen Anwalt mit der Wahrung ihrer Rechte. 

Axel Falkenberg, Pressesprecher der Polizeiinspektion Anklam, bestätigt, dass eine Anzeige gegen Brigitte vorliegt. „Die Entscheidung darüber, wie das Verfahren weiter geführt wird, fällt die Staatsanwaltschaft“, erklärt er. Doch so weit ist es wohl noch nicht. „Der zuständige Dezernent wird ganz sicher zeitnah eine Entscheidung fällen“, erklärte Beatrix Komning von der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft.

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