Seit Jahren verlassene Ruine:

Haus-Einsturz in Anklam

Das Haus wenige Meter vom Peene-Ufer war schon bisher kaum mehr als eine Ruine. Und mitten in der Nacht verschlechterte sich die Lage: Es stürzte ein. Ein Glück, dass es hilfsbereite Nachbarn gibt.

Die Reste des Ruinen-Hauses werden von kaum mehr als ein paar gespannten Seilen zusammengehalten.
Carsten Schönebeck Die Reste des Ruinen-Hauses werden von kaum mehr als ein paar gespannten Seilen zusammengehalten.

Zwei Böcke, rotes Flatterband. Die Konstruktion an der Greifswalder Straße in Anklam soll verhindern, dass hier wirklich noch ein Unglück passiert. Ein Provisorium des Besitzers, der noch auf eine Rückmeldung von den Behörden wartet, was nun geschehen soll mit dem Haus, das eingestürzt ist.

Drinnen war zum Glück niemand, als das Gebäude in sich zusammenstürzte. Das Haus war bereits seit Jahren verlassen, Fenster und Türen vernagelt. Der Besitzer lebt in Leipzig, erfuhr erst mit einigen Tagen Verzögerung, was da geschehen war. "Das Dach ist in der Nacht zu Samstag eingestürzt", berichtet Nachbar Rudolf Druwe. Bei dem Lärm habe er sofort nachgesehen, was da passiert sei. Der Dachstuhl hinüber, die vordere Wand drohte auf die Straße zu stürzen. Dass das nicht geschah, ist wohl vor allem Druwe und anderen Nachbarn zu verdanken, die schnell handelten. "Den gröbsten Schutt haben wir schon verräumt, damit nicht noch mehr zusammenbricht", berichtet er.

An eine Sanierung ist nun nicht mal mehr theoretisch zu denken. Was nun aus dem Gebäude wird, dazu wollte sich der Besitzer am Mittwoch nicht äußern. Wichtig sei vor allem, dass die Ruine nun professionell gesichert wird.