Galanders zweites Ja-Wort:

Heimliche Hochzeit in Berlin

Da hätte sich Michael Galander wohl so gedacht: Das Anklamer Stadtoberhaupt und seine Frau Marion heirateten am Freitag heimlich kirchlich in Berlin – und niemand wusste Bescheid. In letzter Sekunde bekam der Nordkurier dann aber doch noch Wind davon.

Die übersichtliche Hochzeitsfeier: Michael und Marion Galander in der Mitte, zu ihrer Linken Marions Eltern Georg und Regina Muche, die am selben Tag Goldhochzeit feierten. Links Pfarrer Peter-Jürgen Wöller und rechts Schwägerin Edith Muche mit Ehemann Christian. Ihr Sohn Benedikt hält die Traukerze.
Sven Darmer Die übersichtliche Hochzeitsfeier: Michael und Marion Galander in der Mitte, zu ihrer Linken Marions Eltern Georg und Regina Muche, die am selben Tag Goldhochzeit feierten. Links Pfarrer Peter-Jürgen Wöller und rechts Schwägerin Edith Muche mit Ehemann Christian. Ihr Sohn Benedikt hält die Traukerze.

Es ist jetzt schon das zweite Mal, dass Bürgermeister Michael Galander und Gattin Marion heimlich heiraten – und weit entfernt von der Peene noch dazu. Schon die standesamtliche Hochzeit am  Schnapszahl-Datum 10. Oktober 2010 fand in Anklams Partnerstadt Heide statt, und Galander verkündete den Anklamern erst im Nachhinein: „Ja, Marion und ich haben uns getraut.“

Das wiederholte sich jetzt bei der kirchlichen Hochzeit: Die Galanders heirateten klammheimlich in Berlin-Wedding. Und dann war es sogar gewissermaßen eine Doppel-Hochzeit. Denn just am selben Tag, dem 27. Dezember, feierten die Eltern von Ehefrau Marion, die Eheleute Georg und Regina Muche, ihre goldene Hochzeit. „Und da haben wir uns gedacht: Das ist der Anlass, zu dem wir uns auch kirchlich trauen lassen wollen“, sagt Galander. Schließlich könne es ja nicht schaden, die eigene Ehe gewissermaßen unter den besonderen Segen einer so erfolgreichen Ehe wie die seiner Schwiegereltern zu stellen.

Der Pfarrer, der die Doppelhochzeit vollzog, kommt übrigens aus Anklam, beziehungsweise: Er hat dort zumindest mal gewirkt. Peter-Jürgen Wöller war zwischen 2002 und 2004 katholischer Pfarrer an der Peene und ist seitdem mit den Galanders befreundet. Und so entstand im Oktober die Idee, Wöller zu fragen, ob er die besondere „Doppelhochzeit“ vornehmen würde. Der sagte natürlich begeistert zu.

Nach dem zweistündigen Gottesdienst feierten die Eheleute noch im noblen Berliner Radisson-Hotel. Inzwischen hatte aber der Nordkurier Wind von der Trauung bekommen, die Hauptstadt ist ja nicht aus der Welt. Unser Fotograf erwischte das frischgebackene Brautpaar also noch samt Familie. Galander nahm‘s locker: „Schließlich darf auch in Anklam jeder wissen, dass wir jetzt auch vor Gott ein Paar sind.“

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Kommentare (1)

"In letzter Sekunde bekam der Nordkurier dann aber doch noch Wind davon." Was fällt dem Herrn auch ein, einfach so nicht öffentlich heiraten zu wollen, das geht ja mal gar nicht. Das Privatleben eines Bürgermeisters gehört einfach in die Öffentlichkeit! Gab es wenigstens einen Livestream der Hochzeitsnacht auf nordkurier.de?