Dauerbaustelle Anklam:

Hutprobe gegen Baustellenfrust

Die einen bringt die Idee zum Lachen, andere finden daran gar nichts lustig: Die Mitarbeiter des Anklamer Telekom-Shops verteilen Bauhelme. Was erst einmal lustig klingt, ist durchaus ernst gemeint.

Lena Fürst und Mutti Monique wollten im Anklamer Telekom-Shop eigentlich nur ein neues Handy kaufen. Den Bauhelm mit dem Magenta-T gab es extra dazu.
Jörg Foetzke Lena Fürst und Mutti Monique wollten im Anklamer Telekom-Shop eigentlich nur ein neues Handy kaufen. Den Bauhelm mit dem Magenta-T gab es extra dazu.

Eigentlich wollten Lena und Monique Fürst im Anklamer Telekom-Shop lediglich ein neues Handy kaufen, doch die ganze Aktion endete sozusagen mit einer Hutprobe. Genauer gesagt halten die Mitarbeiter des Geschäftes an der Steinstraße Bauhelme für ihre Kunden bereit. Damit wollen die Mitarbeiter auf die nicht immer angenehme Bausituation reagieren.

Insgesamt 50 Helme mit dem Magenta-T hat man geordert, allerdings ist der „Absatz“ noch ziemlich verhalten. Vor allem die Erwachsenen könnten den Spaß an der Sache nur schwer verstehen und halten die Helme eher für Dekorationsstücke.

Doch ganz so spaßig ist die Situation für den Handel derzeit in Anklam nicht. Durch die zahlreichen Straßensperrungen bedingt sind manche Geschäfte von den Kunden nicht so erreichbar, wie man sich das wohl immer vorstellt. Auch an der nun bereits seit April voll gesperrten Steinstraße haben die Geschäfte zu kämpfen. „Auch wenn die Stammkunden uns nach wie vor die Treue halten, der Umsatz ist gesunken“, sagt Thomas Schulz, Verkäufer im Telekom-Laden.

„Ich weiß, dass es eine harte Zeit für den Handel ist, doch wir sind ja sozusagen auf der Abschlussetappe“, sagt Bürgermeister Michael Galander. Trotz der intensiven Bausituation und damit verbundenen Straßensperrungen gebe es kaum Kritik vonseiten des Einzelhandels.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (1)

Ach eigentlich könnte man aus ganz Anklam eine Baustelle machen. Dank der neuen Umgehungsstrasse fahren doch nur noch wenige nach Anklam rein. Viele die kenne, die an die Ostsee fuhren, merkten erst kurz vor der Peenbrücke „Ach Mensch ich bin ja schon Mitten in Anklam.“ Zu spät! Letztens sagte ein alter Freund zu mir: „Ich fahre mal wieder durch Anklam, da werde ich mal wieder lecker im Hohen Stein essen gehen. Hoffentlich bekomme einen Platz, da ist ja immer so voll.“ Wie bitte??? Eine Umgehungsstrasse ist schon eine gut Idee! Nur im Fall Anklam wohl der wirtschaftliche Ruin! Statt Stau vor Anklam nun eben Stau hinter Anklam. Hat denn keiner daran gedacht, das diese endlosen Autoschlangen sehr viel Geld in die Stadt gebracht haben? St. Tropez, 12/08/15