Unerreichbarer Fördertopf?:

Ikareum in Anklam: Notfalls soll’s Angela Merkel richten

Mit dem Ikareum haben sich die Anklamer ein ziemlich großes Ziel gesetzt. Dabei scheint es schwieriger zu sein als zunächst gedacht, die Mittel aus dem anvisierten EU-Fördertopf zu bekommen. Im Rathaus denkt man bereits über Alternativen nach und möchte auch die Kanzlerin mit ins Boot holen.

Noch immer sind bei Weitem nicht alle Fragen hinsichtlich des Ikareums in Anklam geklärt.
NK-Archiv Noch immer sind bei Weitem nicht alle Fragen hinsichtlich des Ikareums in Anklam geklärt.

Der Anklamer Traum vom Ikareum, er soll nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Doch in Sachen Fördermittel ziehen dunkle Wolken am Himmel auf. Das Problem: In Anklam hat man bislang auf den EU-Fördertopf mit dem schönen Namen "Interreg 5A" gehofft. Allerdings ist es nun wohl doch komplizierter, daraus Gelder zu akquirieren, als ursprünglich angenommen.

Immer neue Richtlinien habe es in den vergangenen drei Jahren gegeben, moniert Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA). Allein: Geld aus dem Fördertopf floss seit 2014 bislang noch in kein einziges größeres Projekt in Mecklenburg-Vorpommern. Und nun steht sogar zur Diskussion, ob Anklam überhaupt noch einen Förderantrag stellen kann.

Das Anklamer Konzept als nationales Projekt

Gerüchte, dass das Projekt Ikareum sich damit um Jahre verzögern könne, räumte Galander bereits auf der vergangenen Stadtvertretersitzung im Juli aus. Für ihn ist klar: Das Projekt kommt! Wenn nicht aus dem "Interreg 5 A", dann sollen die Fördermittel eben aus anderen Töpfen fließen, gegebenenfalls auch direkt vom Bund. Das Anklamer Konzept als mögliches nationales Projekt soll jedenfalls demnächst auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zugehen: "Als direkter Nachbar ihres Wahlkreises hat sie vielleicht zumindest moralische Unterstützung für Anklam übrig", hofft Galander.

Höchstgrenze von fünf Millionen Euro

Doch noch hat man in Anklam auch die EU-Gelder nicht abgeschrieben. Im Rathaus bastelt man an einer Lösung, zumindest die Turmhaube und den Fahrstuhl als Außenstandort des Museums gefördert zu bekommen. Damit würde man innerhalb der geforderten Höchstgrenze von fünf Millionen Euro liegen. Zudem könne man diesen Abschnitt als alleinstehendes Projekt losgelöst vom weiteren geplanten Umbau der Nikolaikirche betrachten, erklärt Beatrix Wittmann-Stifft.

Und somit eigentlich alle Bedingungen des Fördermittelgebers erfüllen. Generell müsse man aber natürlich beim Herauslösen einzelner Projekte mit Bedacht vorgehen, um wiederum andere Gelder, die ein Gesamtkonzept als Ganzes erfordern, nicht zu gefährden.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung