Nach dem Brand:

In der Ölmühle geht erstmal nichts mehr

In der Anklamer Ölmühle ist erst einmal Stillstand angesagt. Zwar war ein gutes Dutzend Mitarbeiter am Wochenende vor Ort, um nach dem Brand vom Freitag aufzuräumen. Doch die Produktion wird wohl die ganze Woche über stillstehen.

Firmenchef Torsten Peters (r.) und seine Mitarbeiter machten sich direkt nach dem Brand ans Aufräumen – ein großer Teil der Belegschaft arbeitete auch am Sonnabend und am Sonntag.
Gabriel Kords Firmenchef Torsten Peters (r.) und seine Mitarbeiter machten sich direkt nach dem Brand ans Aufräumen – ein großer Teil der Belegschaft arbeitete auch am Sonnabend und am Sonntag.

Das Wochenende war für einen Großteil der Belegschaft der Anklamer Ölmühle gelaufen. Um zumindest eine Vorstellung vom Ausmaß des Schadens zu haben, schuftete ein knappes Dutzend Mitarbeiter das gesamte Wochenende durch, und so konnte Geschäftsführer Torsten Peters am Sonntag zumindest schon einmal eine erste vorsichtige Bilanz des Schadens ziehen. „Alles haben wir noch nicht geprüft, aber wir gehen davon aus, dass es insgesamt um die 100 000 Euro sind.“

Nach dem Brand, der im Rohrleitungssystem der Abluftanlage entstanden war, müssen einige Bauteile der Anlage ausgetauscht werden, „zum Glück werden wir aber das meiste selbst erledigen können“, sagt Peters. Zuerst musste aber aufgeräumt werden: Das Löschwasser hatte die unteren Bereiche der Mühle komplett geflutet, alles war überzogen mit matschigem Schleim, der erst einmal aufgewischt werden musste. Auch ansonsten sind die Schäden des Brandes auch für unkundige Besucher der Anlage zu sehen. Vor allem im höher gelegenen Teil des Hauses sind etliche Rohre schwarz angelaufen – sie hatten am Freitag während des Brandes im Inneren geglüht.

An Ölverarbeitung ist daher vorerst nicht zu denken: „Die Produktion ruht, und wenn alles gut läuft, können wir den Betrieb am kommenden Wochenende wieder aufnehmen“, sagt Peters. Normalerweise läuft die Anlage sieben Tage die Woche und rund um die Uhr.

Über zwei Dinge ist man bei der Ölmühle trotz der misslichen Lage aber ausgesprochen froh: Zum einen ist der Anklamer Feuerwehrmann, der während des Einsatzes mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden war, wieder aus dem Krankenhaus entlassen und nach Angaben der Feuerwehr auch wohlauf. Zum anderen hat der Einsatz nach Einschätzung von Torsten Peters gut funktioniert: „Die Feuerwehrleute haben hervorragende und fachkundige Arbeit geleistet.“ Er werde sich bei den Kameraden in Kürze auch noch einmal persönlich bedanken, kündigt er an. „Es gab hier in den vergangenen Jahren zum Glück zwei Begehungen mit der Feuerwehr. Das hat sich am Freitag ausgezahlt“, ist Peters sicher. Die Instandsetzung der Brandmeldeanlage, die am Freitag ebenfalls Schaden genommen hatte, ist übrigens schon erledigt: Bereits am Sonnabend kam ein Techniker zur Reparatur.