Anklamer Baustellen-Chaos:

In der Parkallee herrscht jetzt Parkverbot

Vorbei mit dem Autoslalom in der Anklamer Parkallee. Seit dem Wochenende ist das Parken in der kleinen Verbindungsstraße zwischen Steinstraße und Leipziger Allee vorbei. Jetzt können die Fahrzeuge ungehindert rollen.

Endlich ist die Parkallee frei: Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens durch die Bauarbeiten in der Keilstraße wurde das Parken in der Allee verboten.
Veronika Müller Endlich ist die Parkallee frei: Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens durch die Bauarbeiten in der Keilstraße wurde das Parken in der Allee verboten.

Es ist unter „normalen“ Bedingungen schon schwierig, problemlos durch die Parkallee zu rollen. Mit Beginn der Bauarbeiten in der Keilstraße mutierte der Weg durch die Allee zu einer echten Herausforderung. Gegenseitige Rücksichtnahme war großgeschrieben und funktionierte zumeist auch, dennoch staute sich zeitweise der Verkehr bis in die Leipziger Allee oder die Baustraße – je nachdem, aus welcher Richtung der Fahrzeuglenker gerade kam. Schuld war die Sperrung der Keilstraße. Insider kennen die Ausweichtrasse über die Parkallee und nutzen sie auch fleißig.

Doch diesen Verkehrsströmen ist die kleine Straße nicht gewachsen, jedenfalls nicht, wenn einseitig geparkt wird. Dem schoben die Rathaus-Mitarbeiter und die Verkehrsbehörde nun einen Riegel vor: Parken verboten. Wie lange diese Regelung gilt, ist noch offen. Vielen Autofahrern allerdings wäre eine Dauerlösung mehr als recht, denn das Fahren durch die Parkallee gestaltet sich seit dem Parkverbot deutlich entspannter.

Unterdessen grübeln die Rathaus-Verantwortlichen bereits jetzt darüber nach, ob es wirklich sinnvoll ist, die Zufahrtsstraße auf die Keilstraße an der Marienkirche gleich nach Fertigstellung dieses Teilabschnittes für den Verkehr freizugeben. So war es eigentlich geplant, um den Innenstadtverkehr während der weiteren Bauarbeiten in der Keilstraße zu entlasten. Allerdings gibt es Bedenken, dass die Belastung für Anwohner, Händler und Gewerbetreibende am Markt und in der Frauenstraße durch eine vorfristige Freigabe enorm steigt.

Bereits jetzt ist nach Meinung der Anlieger und auch einiger Stadtpolitiker das Maß des Erträglichen überschritten. Denn nach wie vor rollen viele Kraftfahrzeuge durch die enge Straße in Richtung Marienkirche – sie hoffen, dort ein Abkürzungsschlupfloch zu finden, um sich die deutlich längere Umleitung über die Leipziger Allee zu sparen. „Das Problem kennen wir, und wir sehen auch die Gefahr bei einer früheren Öffnung des Marienkirchplatzes. Aber darüber denken wir später nach, wenn es soweit ist“, sagte Bauamtschefin Sylvia Thurow.