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Insel-Airport: Gemeinde will jetzt lieber mit den Hoteliers für Flugtickets bürgen

VonIvo HilgenfeldtIst das Votum der Herings-dorfer Stadtvertreter nun ein Lippenbekenntnis oder doch ein verheißungsvolles Signal für die Zukunft des ...

Derzeit streitet sich die Politik, ob die Zeichen für den Flughafen nun verheißungsvoll sind oder verheerend. [KT_CREDIT] FOTO: s. sauer/dpa-archiv

VonIvo Hilgenfeldt

Ist das Votum der Herings-
dorfer Stadtvertreter nun ein Lippenbekenntnis oder doch ein verheißungsvolles Signal für die Zukunft des Flughafens? Fest steht derzeit jedenfalls nur:
Die Probleme sind ungelöst.

Kaiserbäder.Insgesamt klingt es wenig versöhnlich, was da zurzeit aus Heringsdorf über den Insel-Flughafen zu hören ist: „Der Airport gehört dem Kreis und dafür muss er bezahlen. Egal wie hoch das Defizit ist“, erklärtetwa Bürgermeister Lars Petersen (parteilos). Doch trotz der markigen Worte: Die Gemeinde erwägt, sich am Flughafen zu beteiligen, auch wenn man einen Einstieg mit 25,1 Prozent jüngst ablehnte.
Nun gibt es einen neuen Vorschlag: Die Gemeinde will sich mit einigen Hoteliers für den Erhalt des Flughafens
engagieren. Gemeinsam soll für Flugtickets im Wert von knapp zwei Millionen Euro gebürgt werden. Die Hoteliers bürgen bereits jetzt für gewisse Ticket-Kontingente – nur so können die Fluggesellschaften davon überzeugt werden, den Flughafen auch weiter anzufliegen.
Bisher hat der klamme Kreis den Insel-Airport jährlich mit 500000 Euro bezuschusst. Doch die muss er jetzt senken: Der Kreistag fordert, die Kosten, die am Ende beim Kreis hängen bleiben, um die Hälfte zu senken. Vize-Landrat Jörg Hasselmann (CDU) verhandelt seit März, doch bislang gibt es keine Erfolge. Jetzt will Petersenam 6. Maibei einem Treffen Hasselmann den Einstieg bei der Ticket-Bürgschaft vorschlagen. Die Gemeindevertreter müssten dann abermals zustimmen.
Die Kaiserbäder, die Stadt Swinemünde und auch der Rest der Insel sind grundsätzlich am Erhalt des Flughafens interessiert. Verkehr ist auf Usedom ein Problem – jeder Gast, der statt mit dem eigenen Auto per Zug, Schiff oder Flugzeug auf die Insel kommt, entlastet die gerade in der Saison arg strapazierten Straßen.