Gespräche über Zukunft der Pädiatrie sorgen für Unruhe:

Ist das die Gnadenfrist für die Kinderstation?

Auf den ersten Blick ist es eine gute Nachricht: Die Anklamer Kinderstation wird ab sofort auch wieder am Wochenende geöffnet sein. Die Frage ist nur: Bleibt es auch dabei?

Herrscht auf dem Flur der Kinderstation bald dauerhaft Stille? Über die künftige ärztliche Absicherung wird weiter diskutiert.
S. Voigt Herrscht auf dem Flur der Kinderstation bald dauerhaft Stille? Über die künftige ärztliche Absicherung wird weiter diskutiert.

Das Greifswalder Klinikum als Betreiber wollte die an sich positive Meldung nicht weiter kommentieren und vermeldete lediglich, dass es weitere intensive Gespräche um die Pädiatrie in Anklam gibt. Da stellt sich ganz unwillkürlich die Frage: Warum denn noch Gespräche, wenn alles wieder im Lot ist? Offenbar ist wohl doch nicht alles im grünen Bereich. 

„Langfristig muss die ärztliche Besetzung der Pädiatrie abgesichert werden“, erklärt Landtagsabgeordneter Bernd Schubert (CDU), der in die Bemühungen um die Kinderstation  eingebunden ist. Ihm gegenüber sei das eigentliche Problem bisher immer so dargestellt worden, dass sich keine Kinderärzte finden lassen, die in Anklam arbeiten wollen. Dass sich das Greifswalder Klinikum langfristig aus der pädiatrischen Betreuung in Anklam zurückzieht, davon geht er nicht aus. Auch Bürgermeister Michael Galander ist dieser Ansicht.

Allerdings verhehlt er nicht, dass man die realen Zahlen bei der Bewertung der Anklamer Kinderstation in Betracht ziehen muss. „So sind die 13 Betten im Durchschnitt lediglich zu 70 Prozent ausgelastet, einen akuten Notfall habe es bereits über Jahre nicht gegeben, und Patienten mit komplizierten Diagnosen würden sowieso in Greifswald behandelt. Unter diesen Aspekten auf der Maximalforderung zu beharren, sieht Michael Galander skeptisch. Doch: „Warten wir mal die nächsten beiden Monate ab, dann sehen wir sicher klarer“, bleibt er optimistisch.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung