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Karten für Festspiele heiß begehrt

VonIris Leithold115 Konzerte in Scheunen, Schlössern und auf Dampfern: Die Festspiele in MV versprechen neben Klassik diesmal auch Volksmusik. Eine gute ...

„Kleines Fest im Großen Park“ in Ludwigslust. [KT_CREDIT] Foto: Jens Büttner

VonIris Leithold

115 Konzerte in Scheunen, Schlössern und auf Dampfern: Die Festspiele in MV versprechen neben Klassik diesmal auch Volksmusik. Eine gute Idee?

Schwerin.Drei Wochen vor dem Start der diesjährigen Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind mehr als die Hälfte der Tickets weg.
Einer Sprecherin der Festspiele zufolge hat zu dem Ergebnis auch beigetragen, dass mit dem Vorverkauf für das „Kleine Fest im Großen Park“ am Schloss Ludwigslust schon im November statt wie zuvor im Februar begonnen worden sei. Für die beiden außerordentlich beliebten Kleinkunst-Veranstaltungen am 9. und 10. August sollen zusammen 18 000 Karten verkauft werden.
Als ein Höhepunkt der Saison gilt das Gastspiel der Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel am 7. September im Landgestüt Redefin bei Ludwigslust. „Das ist natürlich die Sensation der Saison“, sagte Intendant Matthias von Hülsen. Die 3000 Karten seien nach wenigen Wochen vergriffen gewesen. Auch die Konzerte mit Festspiele-Preisträgern wie Julia Fischer seien „extrem begehrt“. Insgesamt sind vom 15. Juni bis 14. September 115 Konzerte in 79 Spielstätten geplant.
Preisträger in Residence ist in diesem Jahr der österreichische Klarinettist Matthias Schorn. Der Ausnahmemusiker ist nicht nur klassisch unterwegs, etwa als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, sondern auch als Musikant, wie er sich im Magazin der Festspiele selbst bezeichnet. Angekündigt ist unter anderem eine Konzertreihe mit dem Titel „Schorny spielt auf“. Die Abende tragen Titel wie „Liedgut von Schubert bis Falco“ oder „Crossover von Mozart bis Gulda – von Afrika bis Zingst“. Insgesamt gibt Schorn während der Festspiele 26 Konzerte. Dabei tritt er auch einmal als Dirigent auf – und zwar am 16. Juni in der Heiligen-Geist-Kirche Wismar mit dem Kammerensemble des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und dem Solisten Li-Wei Qin.
Zu den Berühmtheiten auf den Podien der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die wie jedes Jahr an ungewöhnlichen Orten wie Schiffbauhallen, Ausflugsdampfern, Scheunen, Schlössern und Kirchen stehen, gehört auch der Pianist Fazil Say. Der Künstler wird in der Haferscheune in Stolpe bei Anklam ein eigenes Werk uraufführen. Es heißt „Water“ und ist eine Auftragskomposition der Festspiele und des Menuhin Festivals Gstaad.