Hansefest:

Kein Aktionismus trotz Nazi-Party

Ausgerechnet, wenn an der Anklamer Peene das Hansefest so richtig in Schwung kommt, will die NPD ein Kinderfest in der Südstadt veranstalten. Bürgermeister Galander versteht das als Provokation - aber nicht als Konkurrenz.

Am kommenden Wochenende wird rund um die Peene wieder viel los sein.
Archiv Am kommenden Wochenende wird rund um die Peene wieder viel los sein.

Da denken die NPD-Jünger in Anklam wohl, sie haben einen Geniestreich ausgeheckt, doch eigentlich ist es nur eine plumpe Masche: Am Samstag, 15. August, ausgerechnet dann, wenn das Anklamer Hansefest so richtig in Schwung kommen soll, veranstalten die Rechten ein Kinderfest.

„Das ist natürlich ganz eindeutig eine Provokation und zeigt, was für Anklamer Lokalpatrioten die Herren von der NPD wirklich sind“, sagt dazu Bürgermeister Michael Galander. Denn die Nazis wollten mit dieser Aktion nur ausnutzen, dass die Stadt nun zum ersten Mal ein Eintrittsgeld verlange.

Kinder kommen beim Hansefest umsonst rein

„Die Stammklientel wird das Angebot der NPD sicher gern annehmen, doch ich bin sicher, dass die anständigen Anklamer auf diesen Bauernfänger-Trick nicht hereinfallen“, sagt der Bürgermeister. Dass die Rechten dem Hansefest die Besucher in Größenordnungen abspenstig machen können, sieht Galander nicht.

„Wir bieten doch auch für Kinder viel mehr, als die jemals auf die Beine stellen können“, erklärt der Bürgermeister. Deshalb müsse man jetzt wegen der NPD auch nicht in Aktionismus verfallen und noch besondere Gegenaktionen aus dem Boden stampfen.

Kinder unter zwölf Jahren haben übrigens sowieso freien Eintritt auf das Festgelände.