Hass-Brief gegen Anklam:

Kliniken distanzieren sich von Chefarzt

So viel Hass waren selbst die Anklamer nicht gewohnt: Ein Chefarzt in Wolgast ätzte in einem Brief gegen die Nachbarstadt aus der Peene. Jetzt hat sein Arbeitgeber reagiert - mit deutlichen Worten.

Dr. Dieter Radloff-Abeler hatte in einem offenen Brief über die Stadt Anklam hergezogen.
Uwe Wiese / NK-Archiv Dr. Dieter Radloff-Abeler hatte in einem offenen Brief über die Stadt Anklam hergezogen.

Dr. Dieter Radloff-Abeler hat jetzt vermutlich ein Problem mit seinem Arbeitgeber, dem Kreiskrankenhaus Wolgast. Das Unternehmen, das mehrheitlich dem Uni-Klinikum Greifswald gehört, distanzierte sich mit deutlichen Worten von einem offenen Brief des Chefarzts, in dem er über die Stadt Anklam hergezogen hatte. Anklam sei eine "abweisende Stadt ruinösen Charakters", heißt es in dem Schreiben unter anderem. Radloff-Abeler wehrt sich darin gegen die geplante Schließung seiner Abteilung in Wolgast zugunsten des Anklamer Ameos-Klinikums.

In der Erklärung des Kreiskrankenhauses heißt es nun, Radloff-Abeler habe seine "unsachgemäßen Äußerungen" als Privatperson "und ohne Wissen seines Arbeitgebers vorgenommen". Weiter heißt es: "Die Art und Weise des Schreibens entspricht nicht unserem Stil eines gemeinsamen konstruktiven Dialoges, den wir pflegen. Wir behalten uns nach einer Prüfung rechtliche Schritte vor." Die Erklärung ist demonstrativ auch vom Ameos-Klinikum in Anklam unterzeichnet.

Radloff-Abeler hatte sein Schreiben am Donnerstagmorgen gegenüber dem Nordkurier nochmals verteidigt. Er bereue seine Worte nicht, ließ er den Nordkurier wissen. Die Entrüstung über seine Vorgehensweise kann der Chefarzt der Gynäkologie nicht nachvollziehen.

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