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Kommissar Mitbürger, Sie sind heldenhaft!

Gut, dass wir solche Mitbürger auch noch haben. Menschen, die nicht lange überlegen, wenn etwas passiert, sondern einfach handeln. Drei von ihnen wurden jetzt für ihre Zivilcourage geehrt - obwohl: So besonders heldenhaft sehen sie ihre Taten eigentlich nicht.

Blumen und Präsentkorbe: Der Anklamer Polizeidirektor Gunnar Mächler dankte Gerd Rudolph (rechts), Jan Räth und Stefanie Meinke für ihr beherztes Eingreifen. 
Veronika Müller Blumen und Präsentkorbe: Der Anklamer Polizeidirektor Gunnar Mächler dankte Gerd Rudolph (rechts), Jan Räth und Stefanie Meinke für ihr beherztes Eingreifen. 

Stefanie Meinke, Jan Räth und Gerd Rudolf fühlen sich nicht als Helden. Sie sind eingeschritten, als sie es für notwendig erachteten und haben damit Schlimmeres verhindert. Die junge Frau aus Wolgast hat zwei Einbrecher beobachtet und einen von ihnen dann in ihrem Auto verfolgt, bis die Polizei eintraf. Dieser Täter konnte gefasst werden – der andere später ebenfalls. Eine Tat, die sie für nicht besonders heldenhaft hält. „Aufregend ist es gewesen“, sagte sie dazu am Donnerstag, als sie vom Anklamer Polizeidirektor Gunnar Mächler für ihre Zivilcorage geehrt wurde.

Zivilcourage zeigte auch der Alt Kosenower Jan Räth. Er hatte einen betrunkenen Autofahrer an einer roten Ampel beherzt gestoppt, der Anklamer Gerd Rudolf stand ihm dabei zur Seite. Auch sie finden nichts besonderes an ihrem Handeln – das sei selbstverständlich.

Gunnar Mächler dagegen findet sehr wohl, dass alle drei Außergewöhnliches geleistet haben. „Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob und wann er eingreift, wenn er Zeuge von Straftaten wird. Das Recht dazu hat jeder Bürger. Doch wir nehmen es auch niemanden übel, wenn er sich anders entscheidet“, sagt der Polizeidirektor.