Fischzuchtpläne:

Kommt bald Zander aus Relzow auf den Tisch?

Wird Relzow bald für Fischzucht bekannt? Zumindest interessiert sich ein Investor derzeit für die Hallen auf dem ehemaligen Militärgelände als neue potenzielle Heimat von Edelfischen.

Das Technologiezentrum Ostvorpommern in Relzow: Werden hier bald Fische gemästet?
Gabriel Kords Das Technologiezentrum Ostvorpommern in Relzow: Werden hier bald Fische gemästet?

Über diesen Besuch staunten die Murchiner Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung nicht schlecht: Denn das, was Projektmanager Hans Acksteiner aus Berlin da präsentierte, hört sich gewaltig an. Der Mann spricht von 500 bis 700 Tonnen Edelfisch, die jährlich in der Gemeinde produziert werden könnten. Geschehen soll das in den Hallen des alten Relzower Militärobjektes. Zwei oder mehrere Hallen würde man dafür anmieten. Gemästet und vielleicht auch gezüchtet werden sollen dann dort Zander, Äschen oder Buntbarsche.

Doch noch will Projektmanager Acksteiner die Erwartungen nicht zu hoch setzen. Es stehen noch andere mögliche Standorte in ganz MV für den geplanten Betrieb zur Disposition. Es sei eine „lange Liste von Parametern“, die da erst einmal passen müssten. Das bislang größte Kopfzerbrechen in Relzow bereitet ihm dabei derzeit noch die Abwasserabfuhr. Immerhin 800 Kubikmeter Wasser müssten am Tag in der Anlage ausgetauscht werden. Das sei zwar in etwa nur ein Zehntel dessen, was in der ganzen Anlage benötigt wird, verdeutlicht Acksteiner, doch trotzdem noch eine ganze Menge. Auch wenn es sich bei dem geplanten Projekt um eine Kreislaufanlage handeln soll.

Das bedeutet: Das Wasser, das abgeführt wird, habe annähernd die gleiche Qualität und Sauberkeit wie jenes, das aus dem Boden in die Anlage eingeleitet wird, so der Projektmanager. Dennoch: Quasi direkt angrenzend an die Renaturierungsflächen der Peene und somit gleich am Naturschutzgebiet ist das Ganze nicht so leicht. Derzeit läuft deshalb eine formlose Bauanfrage beim Landkreis. „Es geht darum, zu prüfen, ob eine solche Anlage an diesem Standort überhaupt möglich wäre“, erklärt Acksteiner. Gibt es dafür grünes Licht, könnten dann die konkrete Bauanfrage und die Planung folgen.

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