Ja zum Krankenhaus:

Kommt die Volksinitiative für die Kinderstation Wolgast?

Die Kinderklinik in Wolgast soll bleiben, fordert eine Bürgergruppe. Für den Erhalt gab es eine Unterschriftenaktion. Dabei bekannten sich viele Wolgaster zu ihrer Klinik.

Schon im Dezember demonstrierten die Wolgaster für den Erhalt ihres Krankenhauses.
Tilo Wallrodt Schon im Dezember demonstrierten die Wolgaster für den Erhalt ihres Krankenhauses.

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Wolgaster Krankenhauses übergibt am Dienstag in Schwerin 18 600 Unterschriften für eine Volksinitiative. Ziel sei es, dass das Sozialministerium die Ende des Jahres geschlossene Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Anfang Februar geschlossene Pädiatrie wieder eröffne, sagte Vereinsvorsitzende Anke Kieser am Montag. Sie zeigte sich optimistisch, dass die für eine Volksinitiative erforderlichen 15 000 gültigen Unterschriften erreicht seien und sich der Landtag mit der umstrittenen Schließung befassen muss.

Kieser betonte, dass gerade in einer touristisch geprägten Region mit der Insel Usedom Kinderabteilung und Gynäkologie im Krankenhaus zwingend nötig seien. Eine Notversorgung sei bislang nicht eingerichtet. Schwangere und Eltern mit Kindern müssen jetzt in das Krankenhaus Anklam oder nach Greifswald fahren.

In Wolgast soll im Gegenzug eine Palliativstation und eine geriatrische Tagesklinik entstehen. Mit den Strukturmaßnahmen soll nach Angaben der Universitätsmedizin Greifswald der langfristige Erhalt des Krankenhauses Wolgast gesichert werden.