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„Kranker Typ“ bekommt wieder Post

Der Wolgaster Jens-Uwe Kasowski, der in einer Mail aus dem Schweriner Innenministeruim als „kranker Typ” bezeichnet worden war, hat neue ärgerliche Post aus Schwerin bekommen. Wieder von einem Ministerium.

Der Umgangston im Innenministerium empört Jens-Uwe Kasowski. Er wurde in einer internen Mail als "Kranker Typ" bezeichnet.
Foto: Kords; Montage: NK/D. Focke Der Umgangston im Innenministerium empört Jens-Uwe Kasowski. Er wurde in einer internen Mail als „Kranker Typ” bezeichnet.

Für den in einer fehlgeleiteten Mail aus dem Innenministerium beleidigten Leiter einer Selbsthilfegruppe in Wolgast, Jens-Uwe Kasowski, hat eine Odyssee durch die Ministerien begonnen. Der Wolgaster erhielt am Mittwoch die Information aus dem Sozialministerium, dass das für das Gesundheitsressort zuständige Wirtschaftsministerium für sein Anliegen verantwortlich sei und man seine Bitte deshalb weitergeleitet habe. Das bestätigte ein Sprecher des Sozialministeriums: „Wir haben schnell Herrn Kasowski und das Wirtschaftsministerium informiert, damit das Anliegen nicht versickert.“

Kasowski hatte sich Ende Januar an das Innenministerium mit der Bitte um Unterstützung gewandt, worauf dieses ihm eine Absage erteilte. Weiterhin wurde ihm mitgeteilt, dass sein Anliegen „zuständigkeitshalber“ dem Sozialministerium weiter geleitet werde.

In einer internen Mail des Innenministeriums, die fälschlicherweise bei Kasowski landete, war dieser als „kranker Typ“ bezeichnet worden. Der Nordkurier hatte den Fall vorigen Samstag öffentlich gemacht. Kasowski hat inzwischen ein Klageverfahren gegen den betroffenen Mitarbeiter des Innenministeriums wegen Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.

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Kommentare (1)

Ich habe Herrn Kasowskis Anliegen an das falsche Ministerium (Innenministerium) kritisiert, aber dass für Gesundheit und Selbsthilfegruppen in M-V das Wirtschaftsministerium zuständig ist, ist eine Lachnummer. Was kommt als Nächstes im "gutregierten" Hause Mecklenburg-Vorpommern?