Nahverkehr zu teuer?:

Linke fordern Sozialticket für Einkommensschwache

Rund 16 Euro muss berappen, wer mit dem Bus von Demmin nach Neubrandenburg und zurück fahren will. Für Empfänger von Sozialleistungen kaum erschwinglich, finden die Linken. Sie fordern Preisermäßigungen für Einkommensschwache.

Mit Sozialticket zum ermäßigten Preis in den Bus? Regionalplaner halten das nicht für nötig, die Linke im Kreistag schon.
Georg Wagner Mit Sozialticket zum ermäßigten Preis in den Bus? Regionalplaner halten das nicht für nötig, die Linke im Kreistag schon.

Braucht der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis ermäßigte Fahrkarten für einkommensschwache Personen? Als Verkehrsexperten bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes dieser Frage nachgingen, kamen sie zu einem eindeutigen Ergebnis: Nein. "Die Einführung eines allgemeinen Sozialtickets", schrieben sie dem Kreis in den Plan, "ist gegenwärtig nicht erforderlich, weil die entsprechenden Bedarfe abgedeckt sind."

Zu teuer für viele Menschen

Das dürften viele Betroffene anders sehen. 8,10 Euro kostet beispielsweise der Einzelfahrschein im Bus vom Bahnhof Demmin zum Bahnhof Neubrandenburg. Das, fand die Linksfraktion im Kreistag, könnten sich viele Menschen nicht leisten. Bereits im Sommer beantragte sie deshalb die Einführung eines Sozialtickets für Empfänger von Hartz IV, Wohngeld, Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe ebenso wie für Flüchtlinge.

Jetzt kam das Sozialticket erneut vor den Kreistag, und der war sich offenbar gleichfalls nicht sicher, ob die Regionalplaner bei ihrer Einschätzung der Lage richtig lagen. Er sprach sich dafür aus, die Einführung des Sozialtickets zu prüfen. Dafür spricht aus Sicht der Linken nicht nur die Einkommenslage der Betroffenen. Eventuell, sagte Elke-Annette Schmidt, könnten über die ermäßigten Preise auch neue Fahrgäste gewonnen werden – Menschen, denen der Bus gegenwärtig zu teuer ist.

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