Fast Food:

Macht McDonald’s einen Rückzieher?

Müssen die Anklamer nun doch länger auf ihr Fast-Food-Restaurant warten – oder kommt es vielleicht überhaupt nicht? Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon begonnen haben, doch die Behörden spielen nicht mit. Jetzt fordert das Straßenbauamt auch noch ein verkehrstechnisches Gutachten.

Kommt McDonald’s nun nach Anklam oder eher nicht?
Matthias Schrader/dpa-Archiv Kommt McDonald’s nun nach Anklam oder eher nicht?

Außer Spesen nichts gewesen? Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA) hofft, dass es nicht so ist. Dennoch kann er seinen Unmut über die Behörden nicht ganz verbergen. Es geht um die Pläne des Fast-Food-Unternehmens McDonald’s in Anklam eine Filiale zu eröffnen. Der Haken: Stadt und Unternehmen haben erst Anfang September die entsprechenden Bauanträge beim Kreis eingereicht, in der Hoffnung, es wird alles sehr schnell gehen. Schließlich gab es bereits vorzehn Jahren eine Baugenehmigung und auf die die Antragsteller nun setzten. Aber vergebens.

Der Antrag wird „ganz normal“ behandelt, wie der zuständige Dezernent und Vize-Landrat Jörg Hasselmann (CDU) gestern sagte. Was übersetzt heißt: Das sportliche Ziel von Stadt und McDonald’s die Bürokratie in vier bis fünf Wochen erledigt zu haben, klappt nicht. „Jetzt wird das wohl wie üblich etwa drei Monate dauern“, sagt Galander zähneknirschend.

Denn wenn er es auch nicht laut sagen mag und auch der zuständige „Investplaner“ von McDonald’s, Carsten Meyer, sehr zurückhaltend reagiert, es steht zu befürchten, dass der Fast-Food-Anbieter sich komplett zurückzieht und seine Anklamer Baupläne aufgibt. „Denn die 1,4 Millionen Euro für das Vorhaben stehen bereit, aber eben nur, wenn in diesem Jahr noch die ersten Arbeiten beginnen“, gibt der Rathaus-Chef zu bedenken. Wenn sich alles auf 2014 verschiebt, werden im Unternehmen die Karten neu gemischt.

Hinzu kommt, dass die Auflagen des Umweltamtes den ganzen Spaß noch deutlich verteuern würden. „Auflagen sind üblich, da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn Flächen versiegelt werden – und das geschieht bei so einem Bau – müssen Ausgleichsflächen her.“ Ob das nun „echte“ Flächen sind oder als Ersatz ein paar Hundert Bäume in und um Anklam gepflanzt werden sollen, das weiß Galander nicht. Aber die Anklamer Ratsherren treibt noch eine ganz andere Sorge um: Das Straßenbauamt sieht Probleme in der Straßenanbindung zwischen dem Fast-Food-Restaurant und der Bundesstraße 110. Darum wird ein verkehrstechnisches Gutachten verlangt.

Warum muss alles nur so bürokratisch kompliziert gemacht werden? Dabei geht es doch nicht nur um einen Schnellimbiss, sondern auch um Arbeitsplätze. Doch bisher sagt der Kreis: Ohne das Straßenbauamt Stralsund keine Genehmigung.

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Kommentare (1)

Wo soll denn dann Onkel Hantzsß empfangen werden, wenn das Empfangsgebäude Nr. 1 nicht gebaut wird, ist denn wenigstens ein Burger King, KFC, Wendy's oder zumindest eine Frische Gulaschkanone vorhanden, sodass er formvollendet empfangen werden kann und nicht verhungern muss.