Konzert gegen Rechts:

Marteria rappt in Anklam und Vorpommern feiert

Das Konzert soll ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus in der Region setzen. Mehr als 2000 Menschen folgten dem Aufruf mehrerer Künstler nach Anklam. Darunter auch spontane Star-Gäste.

Gute Stimmung vor dem Bahnhof: Aus ganz Norddeutschland kamen am Dienstag Menschen nach Anklam um das Konzert mitzuerleben.
Anne-Marie Maaß Gute Stimmung vor dem Bahnhof: Aus ganz Norddeutschland kamen am Dienstag Menschen nach Anklam um das Konzert mitzuerleben.

Noch kurz vor dem Auftritt war nicht klar, wo er stattfindet. Das Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet und des Musiker Materia sorgte am Dienstag für Aufregung im ganzen Landkreis. Erst am Montag wurde bekannt, dass es bei der Veranstaltung nicht nur um eine politische Lesung mit Diskussion geht. Am frühen Abend zählte die Polizei weit mehr als 2000 Gäste auf dem Gelände um den Anklamer Bahnhof.

Darunter noch ein Überraschungsgast. Campino, Frontmann der Band "Die Toten Hosen" nahm bereits am Nachmittag an der Pressekonferenz zur Veranstaltung teil. "Die Leute hier sollen spüren, dass wir das in der gesamten Bundesrepublik wahrnehmen", sagte er. Das Engagement der Musiker solle ein deutliches Zeichen vor den Landtagswahlen setzen. Gegen den Rechtsextremismus und für ein geeintes Europa.

Alles war sehr kurzfristig

Den Tag über hatten die Behörden alle Hände voll zu tun, sich auf den kurzfristigen Besucheransturm vorzubereiten. Zwischenzeitlich war gar eine Verlegung der Veranstaltung im Gespräch. Dass der deutschlandweit bekannte Rapper Marteria auftreten soll, hatten die Behörden erst am Vortag der Veranstaltung mitbekommen. Und selbst da habe der Veranstalter sich in einem Ablaufplan, den er an die Behörde schickte, "bewusst irreführend" ausgedrückt, so ein Sprecher des Landkreises.

Ein Twitter-Nutzer filmte die Masse vor dem Bahnhof:

 

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