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Merkel besucht Bootsbauer und Forschungslabor in Greifswald

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht in Greifswald einen Bootsbauer und ein Forschungszentrum - und betont, dass beide zur "Weltklasse" ihrer Branche gehörten. Am Rande des Besuchs kommt es zu einem Scharmützel zwischen Polizei und NPD.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte am Dienstag in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) auch das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie. Merkel vertritt den Wahlkreis Stralsund-Greifswald-Rügen-Vorpommern seit 1990 mit einem Direktmandat im Bundestag.
Stefan Sauer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte am Dienstag in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) auch das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie. Merkel vertritt den Wahlkreis Stralsund-Greifswald-Rügen-Vorpommern seit 1990 mit einem Direktmandat im Bundestag.

Beim Bootsbauer HanseYachts besichtigte Merkel die Fertigungshalle für Segel- und Motoryachten der nach eigenen Angaben zweitgrößten Segelyachtwerft der Welt. Das Unternehmen war im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten, expandiert seit einigen Jahren aber wieder. Inzwischen arbeiten dort mehr als 1000 Mitarbeiter.

Udo Pastörs wollte stören

Für Unruhe bei den Sicherheitskräften sorgte während des Werft-Besuchs der Versuch von NPD-Landtagsfraktionschef Udo Pastörs, die Veranstaltung von einem Lautsprecherwagen aus zu stören. Die Polizei drängte das Fahrzeug nach Pastörs Angaben von der Straße ab und schnitt anschließend die Kabel des Lautsprechers durch, so dass dieser unbrauchbar wurde. Pastörs kletterte daraufhin auf das Dach des Fahrzeuges und hielt ein NPD-Plakat in die Luft.

Die Polizei zog nach und nach rund 60 Kräfte zusammen, ließ Pastörs aber gewähren. Man prüfe allerdings die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher. Die NPD hatte am Vorabend auch schon bei Merkels Auftritt in Schwerin zu stören versucht.

Trauerfeier für früheren Stralsunder Oberbürgermeister

Beim Besuch des INP sah sich die Kanzlerin drei Labore für die Forschung an Niedertemperaturplasmen an. Sie lobte, dass die Forschung in diesem Bereich in Greifswald zur "Weltspitze" gehöre. Das Institut beschäftigt rund 165 Mitarbeiter. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Greifswalder Innenstadt reiste Merkel weiter nach Stralsund, wo sie am Nachmittag unter anderem die Trauerfeier für den vorige Woche gestorbenen früheren Stralsunder Oberbürgermeister Harald Lastovka (CDU) besuchen wollte.

Kommentare (1)

seit 1991 …wie eine „Blaupause vor der Wende?“ Oder „Es ist gefährlich in Dingen Recht zu haben, in denen die etablierten Autoritäten (Anm.: „Eliten“) Unrecht haben (Voltaire).