Schwere Vorwürfe gegen Anklamer Klinik:

Musste die kleine Mucki wirklich so leiden?

Gerade einmal sechs Wochen nach der Geburt hing das Leben der kleinen Amanda am seidenen Faden. Ärzte in Neubrandenburg kämpften um das Leben des Säuglings. Zuvor war das Mädchen in Anklam behandelt worden.

Wegen einer gefährlichen Viruserkrankung wäre die gerade einmal sechs Wochen alte Amanda Hohmann fast gestorben. Haben die Anklamer Ärzte sie zu früh entlassen?
Anne-Marie Maaß Wegen einer gefährlichen Viruserkrankung wäre die gerade einmal sechs Wochen alte Amanda Hohmann fast gestorben. Haben die Anklamer Ärzte sie zu früh entlassen?

Für den Erhalt ihrer Kinderklinik machen sich die Anklamer stark. Auch Kai Neumann befürwortet eine pädiatrische Versorgung im Anklamer Krankenhaus. Jedoch müsse dann auch die Sicherheit der Kinder dort gewährleistet sein, sagt der Familienvater. Doch sein Familienglück hing in den vergangenen Wochen am seidenen Faden. Denn die kleine „Mucki“, wie Mama Annemarie Hohmann ihre Jüngste liebevoll nennt, ist schwer erkrankt. „Sie hatte sich mit dem RS-Virus angesteckt“, sagt Vater Kai Neumann, wohl wissend, dass die tückische Lungenerkrankung nicht selten bei Kleinkindern zum Tod führen kann. Zwei Tage wurde Amanda stationär in Anklam behandelt, dann wurde das kleine Mädchen jedoch entlassen.

Als es dem Kind wenig später sichtlich immer schlechter ging, suchte die Familie in ihrer Not die Kinderärztin auf. „Sie reagierte sofort“, sagt Annemarie Hohmann dankbar. Die Sauerstoffsättigung im Blut betrug nur noch 35 Prozent. „Unsere Kleine war schon auf dem Weg nach oben“, sagt Kai Neumann.

Klinik: "Leider kommen Rückfälle immer wieder vor"

Die Ärzte im Neubrandenburger Bonhoeffer-Klinikum kämpften um Amandas Leben. Mittlerweile hat sich der Zustand des Mädchens stabilisiert. Ob Spätfolgen zurückbleiben werden, wissen die Eltern noch nicht. Die Familie behält sich vor, rechtlich gegen die Anklamer Kinderstation vorzugehen.

Von der Klinik war jetzt folgendes zu hören: „Wir haben den stationären Verlauf des Kindes umfassend geprüft. Zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Kinderstation Anklam war das Kind nach Dafürhalten unserer Fachärzte in einem stabilen und entlassbaren Zustand. Leider kommen Rückfälle und Verschlechterungen bei RSV-Infektionen gelegentlich vor. Wir sind froh, dass es dem Kind mittlerweile wieder besser geht“, so Sprecherin Constanze Steinke.

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