Mit Schreckschusswaffe getötet:

Nach tödlichen Schüssen muss Angeklagter acht Jahre in Haft

Im Dezember hatte ein Mann in Anklam mit einer Schreckschusspistole auf einen 36-Jährigen geschossen, der an den Verletzungen starb. Nun wurde das Urteil verkündet.

Acht Jahre Haft verhängte das Landgericht Neubrandenburg gegen den Angeklagten.
Volker Hartmann Acht Jahre Haft verhängte das Landgericht Neubrandenburg gegen den Angeklagten.

Das Landgericht Neubrandenburg hat einen Mann nach tödlichen Schüssen mit einer Schreckschusspistole zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Das Urteil wurde am Mittwochabend gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Dem 28-Jährigen wurde Totschlag zur Last gelegt. Er hatte im Dezember in Anklam nach einem Streit um ein nicht funktionsfähiges Laptop mit einer Schreckschusspistole auf einen 36-Jährigen geschossen, der an den Verletzungen starb.

Der Schütze hatte vor Gericht gestanden, damals geschossen zu haben. Er habe den 36-Jährigen aber nicht töten wollen. Mit dem Urteil war das Gericht annähernd dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt, die neun Jahre Haft verlangt hatte. Die Verteidigung hatte auf dreieinhalb Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Vorfall hatte sich vor einem Wohnhaus in Anklam vor Zeugen ereignet.

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