Grafitti-Kunst statt Schmierereien:

Nachwuchs-Sprayer toben sich an Schulmensa aus

Sie hatten keine Lust mehr auf Schmierereien an ihrem Mensagebäude – deshalb nahmen die Schüler der Grimm- und der Schillerschule die Sprühdose lieber selbst in die Hand.

Keine Chance ohne Leiter: Die Mensa der Grimm- und der Schillerschule hat dank fleißiger Schüler nun eine farbenfrohe Wand.
Sarah Schaefer Keine Chance ohne Leiter: Die Mensa der Grimm- und der Schillerschule hat dank fleißiger Schüler nun eine farbenfrohe Wand.

Auf der Rückwand der Mensa der Schillerschule und der Grundschule "Gebrüder Grimm" in Anklam geht es nun farbenfroh zu. Immer wieder wurde die Wand in der Vergangenheit beschmiert, immer wieder kam der Hausmeister, um die Schmierereien zu überstreichen. Davon hatten die Schulen nun genug. Die Idee: Das können wir besser.

Der Madgeburger Künstler Enrico Holze hat bereits die Wand der Turnhalle der beiden Schulen mit Bildern von Sportlern verschönert. Nun war die Mensa an der Reihe. Dabei bekam Holze tatkräftige Unterstützung von 13 Schülern der 4. und 5. Klasse beider Schulen. Sie opferten nicht nur ihr Wochenende für die Aktion, sondern trotzten auch dem schlechten Wetter.

"Ausmalen" für Fortgeschrittene

Künstler Enrico Holze hatte die Umrisse der Lebensmittel vorgezeichnet. Aufgabe der Schüler war es, sie mit Farbe zu füllen. "Das war schwieriger als gedacht", sagt Susanne Sternberg, Sozialarbeiterin an der Grimm-Schule. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carola Dietz von der Schillerschule hat sie die Aktion betreut.

Den Schülern habe die Aktion großen Spaß gemacht, berichtet die Sozialarbeiterin. Ziel sei gewesen, die Schüler für ihre Umgebung zu sensibilisieren.

Die Sprühaktion kostet rund 1700 Euro und wird zum Großteil mit Geldern aus dem Programm "Demokratie leben" finanziert.

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