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Neues Haus am Markt bald fertig

Vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest sind knapp zwölf Monate vergangen. In einem halben Jahr wird Einzug gefeiert. Das neue Haus an der Marktwestseite wächst – nun schmückt die Richtkrone den Bau.

Zimmermann Manfred Willert hat Bürgervorsteher Frank-Thomas Starigk (r.) genau im Auge beim Einschlagen des symbolischen Nagels für das neue Haus Mark 5.
Veronika Müller Zimmermann Manfred Willert hat Bürgervorsteher Frank-Thomas Starigk (r.) genau im Auge beim Einschlagen des symbolischen Nagels für das neue Haus Mark 5.

Es war der Tag der klugen Sprüche: „Zukunft kann man bauen“, „Gott schütze dieses neue Haus“, „Wir bauen schnell und konzentriert“. Richtfeste sind so, da bringt jeder seine besten Wünsche für das neue Haus zum Ausdruck – alle hoffen, dass es schnell vorangeht und Bauherren sowie Mieter lange Freude an dem Gebäude haben. Der Markt 5 ist keine Lückenbebauung, vorher mussten wie derzeit auf der Marktostseite die Plattenbauten weichen, um Platz für die „Neuen“ zu machen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber die Plattenbauwohnungen waren einfach nicht mehr zeitgemäß“, macht Bürgermeister Michael Galander noch einmal klar, dass es zum Abriss aus seiner Sicht keine Alternative gab. „Wir wollen unserer Verantwortung für die nächsten Generationen gerecht werden“, brachte die Chefin der Grundstücks- und Wohnungsverwaltung Anklam (GWA) Susanne Bluhm die Debatte über das Für und Wider Abriss und Neubau in der Innenstadt.

Falsch kann die Idee der Stadtplaner nicht sein, denn die Wohnungen und Gewerberäume der Neubauten am Markt sind heiß begehrt. „Wir haben lange Wartelisten“, freut sich Susanne Bluhm über den regen Zuspruch. Viele der neuen Mieter warten schon ungeduldig auf den Einzug. Sie waren gemeinsam mit den Mietern des „alten“ Neubaus gleich nebenan zum Richtfest gekommen, um gemeinsam die künftige Bleibe zu feiern.

Baukosten betragen 1,8 Millionen Euro

Die GWA lässt sich auch bei diesem Haus nicht lumpen und baut nach neuesten Standards – dazu zählt auch, dass alle Wohnungen behindertengerecht und über einen Fahrstuhl erreichbar sind. „Dennoch wird dies keine Seniorenresidenz“, fühlte sich Galander dann doch befleißigt hinzuzufügen. Nein, sie werden altersgerecht und dennoch schick und attraktiv auch für junge Leute. Immerhin gibt es hier demnächst zwei Vier-, vier Dreiraumwohnungen und nur eine Einraumwohnung. Viel Platz für Familien. Auch die Gewerbeeinrichtungen haben hier genügend Raum: insgesamt 166 Quadratmeter. Die Baukosten belaufen sich bis zur Übergabe auf rund 1,8 Millionen Euro – bisher wurden 700 000 Euro davon schon ausgegeben.

Der Rohbau steht, der Dachstuhl ist aufgesetzt – nun folgen Innenausbau und Dachdeckerarbeiten. Ende Februar, Anfang März sollen nach Angaben der Planer die ersten Umzugswagen rollen. Grund genug, gestern den Bauleuten, Stadtvertretern und Anwohnern zu danken. Dies geschah, wie es sich gehört, mit einem zünftigen Mittagessen und einen ordentlichen Schluck auf gutes Gelingen.