Flieger zum Transport verpackt:

Neues Modell soll Rätsel um Lilienthals Tod lösen

Vor 120 Jahren stürzte Otto Lilienthal mit seinem Normalsegelapparat ab und erlag einen Tag später seinen Verletzungen. Ein Nachbau aus Anklam soll nun in den Niederlanden getestet werden. Kann das Rätsel um Lilienthals Tod so gelöst werden?    

Ingolf Legat (rechts) und Heiko Knuth haben den Lilienthal-Flieger nachgebaut.
Claudia Malangré Ingolf Legat (rechts) und Heiko Knuth haben den Lilienthal-Flieger nachgebaut.

Der Nachbau von Otto Lilienthals Todesflieger tritt am Dienstag eine lange Reise an. Zu Tests in einem Windkanal soll der Nachbau des ersten Serienflugzeugs der Welt, des "Normalsegelapparates" nach Marknesse in den Niederlanden gebracht werden. "Dort soll geprüft werden, wie der Flieger auf Winde reagiert und wie gut er sich steuern lässt", sagt Ingolf Legat. Er ist schon gespannt auf das Ergebnis.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Heiko Knuth hat er den Flieger nach den Originalplänen nachgebaut. Das Modell, das gerade unter Plastikfolien verschwindet, ist bereits der neunte Flieger von Flugpionier Otto Lilienthal, den er nachbaut.

Besonderes Projekt

Trotzdem war dieser Bau ein ganz besonderes Projekt: "Die anderen Modelle sind nur zu Anschauungszwecken im Museum gelandet. Dieser ist der erste, der tatsächlich getestet werden soll", sagt er.

Alles ist bereit für die große Reise, die das Rätsel um Otto Lilienthals Tod lüften soll. Ob tatsächlich ein plötzlicher Aufwind am Absturz schuld war? "Das wird sich zeigen. Wir hoffen jedenfalls, dass unser Modell den Tests standhält", sagt Legat.

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