Toter in Anklam:

Obduktion bestätigt Tod durch Schreckschuss

Der Verdacht hat sich erhärtet: Maik M. starb durch die Schüsse aus einer Schreckschusswaffe. Die Staatsanwaltschaft hat nun Haftbefehl gegen einen 28-Jährigen erlassen. Inzwischen ist auch klar, worum es in dem Streit ging, der am Dienstag einen Anklamer das Leben kostete.

Rein äußerlich sind Schreckschusspistolen für den Laien kaum von echten Waffen zu unterscheiden. Eine der Attrappen hat nun offenbar einen Anklamer das Leben gekostet.
Oliver Killig Rein äußerlich sind Schreckschusspistolen für den Laien kaum von echten Waffen zu unterscheiden. Eine der Attrappen hat nun offenbar einen Anklamer das Leben gekostet.

Nur wenige Stunden nach der Tat hatte die Polizei den Mann ausfindig gemacht und festgenommen. Ein 28-Jähriger soll am Dienstagabend den Tod eines Anklamers verschuldet haben.

Der Leichnam von Maik M. wurde zwischenzeitlich von der Gerichtsmedizin in Greifswald untersucht. Die Obduktion hat offenbar den ersten Verdacht bestätigt. Maik M. starb an den Folgen einer Attacke mit einer Schreckschusswaffe. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Täter feuerte mehrfach ab

Der Täter habe die Waffe offenbar mehrfach in Richtung seines Opfers abgefeuert. Zeugen sprachen von Schüssen aus nächster Nähe. Schreckschusswaffen feuern zwar kein Projektil ab, Feuerstoß und Druck können allerdings auf kurze Distanz ebenfalls zu schweren Verletzungen führen, sagte Polizeisprecher Helmut Walther. Laut Staatsanwaltschaft sei die verwendete Schreckschusspistole in der Lage gewesen, auch Projektile zu verschießen. Zur Frage, ob die Waffe manipuliert worden sei, wollte man sich nicht äußern.

Inzwischen gibt es auch Hinweise auf den Anlass des tödlichen Streits. Der soll sich um einen defekten Laptop gedreht haben, den Maik M. dem Verdächtigen verkauft hatte.

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Kommentare (1)

Ich bin sehr erschüttert was hier in Anklam passiert ist. Ein junger Mann gestorben und ein anderer junger Mann muss ins Gefängnis. Ein Streit entfacht durch Nichtigkeiten. Warum musste dieser Streit so eskalieren, warum musste ein so junger Mensch sterben. Ich denke das fragen sich inzwischen viele Anklamer. Hätte dieser Streit nicht auf ruhiger und vernünftiger Weise geregelt werden können. Ich möchte der Familie von Maik mein Beileid aussprechen und ihnen sehr viel Kraft in diesen schweren Stunden wünschen.