Anklamer Abschlepp-Streit geht weiter:

Öl-Chaos nach Brand: Firma weist Vorwürfe zurück

In Jarmen war man letzte Woche richtig sauer: Ein Abschlepper aus Anklam hat nach einem Autobrand für jede Menge Ärger gesorgt. Nun meldet sich die Firmenchefin zu Wort und hat für jeden Vorwurf die passende Antwort parat.      

Nach Auffassung der Inhaberin der Abschleppfirma sind schon durch den Brand so viele Betriebs- und Schadstoffe auf dem Asphalt gelandet, dass es sich von Anfang an um einen Umwelt-Notfall handelte.
Stefan Hoeft Nach Auffassung der Inhaberin der Abschleppfirma sind schon durch den Brand so viele Betriebs- und Schadstoffe auf dem Asphalt gelandet, dass es sich von Anfang an um einen Umwelt-Notfall handelte.

"Wir sind ein Abschleppunternehmen und kein Straßenreinigungsunternehmen, dafür haben wir gar nicht die Technik", stellt Cornelia Flenker klar. Sie ist Inhaberin jener gleichnamigen Firma aus Anklam, die vergangene Woche einen abgefackelten BMW in Jarmens Scheunenstraße abgeholt hat.

Bei der Bergung des ausgebrannten Autos riss die Ölwanne, deren Inhalt verteilte sich auf dem Asphalt. Außerdem ließ der Abschlepper einige Überreste des Autos zurück und streifte einen am Straßenrand abgestellten VW Golf.

Aus Sicht der Firma

Cornelia Flenker führt die Gründe für das Handeln ihres Angestellten auf: Zum einen habe sich schon durch die Brandfolgen und das Löschwasser ein flüssiger Verbund aus Betriebs- und Giftstoffen auf der Scheunenstraße verteilt. "Das Öl war dann noch das letzte, was dazukam."

Die Männer sollen am "Tatort" außerdem immer versuchen, ein Brandwrack mittels Seilwinde zu bergen statt mit dem Bordkran. Begründung: Messerscharfe Metallteile könnten den Bergegurt durchtrennen. Dass beim Ziehen des Wracks die Ölwanne reißt, könnte schon mal passieren. Zumal der Behälter vermutlich durch die Hitze ohnehin angegriffen gewesen sei.

Weitere Vorwürfe

Jarmens Vizebürgermeister und Ordnungsamtsleiter Rainer Hardt bleibt bei der Auffassung, dass der Abschlepper zumindest die auf der Straße verbliebenen Autoteile hätte mitnehmen müssen. "Das war doch alles verseucht mit Batteriesäure", hält Cornelia Flenker entgegen.

Ihr Fahrer habe zudem unter sehr widrigen Bedingungen agieren müssen. Zaungäste hätten den Mann während der Bergungsaktion übelst beschimpft, es seien sogar Schläge angedroht worden, behauptet die Unternehmerin. Der von ihm touchierte VW Golf habe im Übrigen im Parkverbot gestanden.

 

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Kommentare (1)

Wie sagt der Volksmund Wie der Herr so das Gescherr Na auf jeden Fall weiß ich wo ich Nicht anrufe wenn ich einen Abschleppdienst brauche