"Die hängen auf, wir hängen ab":

Ordnungsamt kennt bei wilden Wahlplakaten kein Pardon

Was wäre der Wahlkampf ohne Wahlplakate? Aber die Parteien haben beim Aufhängen nicht nur mit  Randalierern zu kämpfen. Auch die klar definierten Regularien machen ihnen scheinbar oft zu schaffen. Das Ordnungsamt greift im Fall der Fälle hart durch.

Beim Aufhängen von Wahlplakaten gibt es einiges zu beachten.
S. Schaefer Beim Aufhängen von Wahlplakaten gibt es einiges zu beachten.

Auf fester Pappe, ordnungsgemäß gesichert und ausschließlich mit kunststoffbezogenem Draht anzubringen. Das sind nur einige der vielfältigen Regeln, die für die Wahlwerbung zur Landtagswahl gelten. Hinzu kommen Bestimmungen, die festlegen, wann und wo Plakate aufgehängt werden dürfen und vor allem: wie viele.

In Anklam sind es beispielsweise 35 Plakate pro Partei. Im Umland sind es 15 Stück in großen Gemeinden, acht in mittleren und drei in kleinen. Für Parteien, die noch nicht im Landtag vertreten sind, gelten niedrigere Stückzahlen. Die Regeln einzuhalten, dazu sind die Parteien gesetzlich verpflichtet. Dennoch gab es bereits Verstöße, weil Plakate zu früh an den Masten hingen.

Mit einer größeren Menge von Verstößen gegen die Plakatrichtlinien rechnet Bernd Lange, Leiter des Anklamer Ordnungsamtes, erst in der Woche vor den Wahlen. "Erfahrungsgemäß ziehen dann noch mal Trupps los und plakatieren alles zu, egal wo und wie viele Plakate erlaubt sind", sagt er. Darauf sei das Ordnungsamt aber schon eingestellt: "Das geht dann fix. Die hängen auf, wir hängen ab", so der Ordnungsamtsleiter.

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