Notruf vergebens:

Otter starb trotz Pflege an seinen Verletzungen

Die Otterauffangstation in Quilow hatte einen besonderen kleinen Patienten: Ein Hund hatte das Tier übel zugerichtet. Zunächst gab es noch Hoffnung für den schwer verletzten Otter.

Rotraud Schmidt und ihr Enkel Norman Legat brachten den Otter erstmal in ihrer Badewanne unter, bevor er in die Otterhilfsstation Quilow.
Geranda Olsthoorn Rotraud Schmidt und ihr Enkel Norman Legat brachten den Otter erstmal in ihrer Badewanne unter, bevor er in die Otterhilfsstation Quilow.

Es hätte die erste richtige Erfolgsgeschichte werden können in der Otterauffangstation in Quilow: Am vergangenen Montag wurde ein verletzte Fischotter in Greifswald am Ryck gefunden und in die Otterauffangstation nach Quilow gebracht.

Und dort entwickelte er sich zunächst auch ganz gut, weiß Biologin Geranda Olsthoorn. "Er wurde von Tag zu Tag munterer und fraß auch ganz ordentlich" erklärt sie. Doch auch wenn bei dem gefundene Fischotter alles nach einer Genesung aussah, am vergangenen Donnerstag, rund drei Tage nachdem er in Quilow ankam, verstarb der Otter dann auf dem Weg zum Tierarzt.

Für Geranda Olsthoorn ist es ein Grund noch einmal an die Hundehalter zu appellieren: "Wer in Gewässernähe Gassi geht, sollte seinen Hund unbedingt an die Leine nehmen, um solche Zwischenfälle zu vermeiden." Dass es ein Hund war, der über den Otter herfiel, schließt die Biologin aus den Bisswunden des verletzen Tieres.

Hätte der Otter überlebt, hätte ihn die Biologin wieder in sein Revier am Ryck entlassen. Nun warten Geranda Olsthoorn und ihre Mitstreiter auf den nächsten Einsatz für ihren Otternotruf: 0176 99772308.

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