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Polizei: Anklam ist keine Kriminalitäts-Hochburg

VonAnja RauDer ASB-Transporter ist weg, eingebrochen wurde auch, die Tankstellen- Diebstähle liegen nicht lang zurück und Ladeninhaber sind immer mal wieder ...

Auf diesem Parkplatz fehlt ein Transporter. [KT_CREDIT] FOTO: Anja Rau

VonAnja Rau

Der ASB-Transporter ist weg, eingebrochen wurde auch, die Tankstellen- Diebstähle liegen nicht lang zurück und Ladeninhaber sind immer mal wieder betroffen. Trotzdem ist Anklam keine Kriminalitäts-Hochburg.

Anklam.In der Eckstraße ist ein Parkplatz vakant. Dort stand der gestohlene Transporter bis vergangene Woche. Nun wird über eine europaweite Sachfahndung nach dem Fahrzeug gesucht. „Mit der Fahrzeugidentifikationsnummer kann das Auto immer wiedererkannt werden“, erklärt Polizeisprecherin Ortrun Schwarz. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Ford Transit gefunden wird, ist nicht sehr hoch. „Es ist ja leider nicht so aufwendig, ein Fahrzeug zu stehlen“, so Schwarz. Vom Hof fahren und dann verschwinden, ist keine Schwierigkeit.
Laut Polizei ist der Diebstahl des Transporters momentan einzigartig in Anklam. „Weitere Pkw sind in Anklam in letzter Zeit nicht entwendet worden.“ Zuletzt seien im März in Zinnowitz zwei Transporter geklaut worden. Auch sonst könne nicht davon die Rede sein, dass die Quote an Diebstählen oder anderen Straftaten in der Stadt in letzter Zeit gestiegen ist. Noch immer Kopfzerbrechen bereitet der Polizei allerdings die Serie an Tankstellen-Überfällen: „Da sind direkt Personen geschädigt worden. Die Mitarbeiter haben teilweise noch psychische Probleme“, sagt Schwarz.
Einbrüche gibt es immer mal wieder. Sie sind für die Betroffenen schrecklich, bereiten der Polizei in der Masse allerdings keine Sorgen. „Einbrüche finden sehr verstreut statt. Man kann also nicht sagen, dass ein Gebiet besonders betroffen ist.“ Außerdem seien es vermutlich verschiedene Gruppen, die für die Taten verantwortlich sind.
Dass der Arbeiter-Samariter-Bund nun innerhalb kürzester Zeit gleich dreimal Opfer von Straftaten wurde, ist dramatisch. Es ist laut Polizeisprecherin auch nicht auszuschließen, dass es sich in allen drei Fällen um die gleichen Täter handelt. Doch von einem Täter, der es auf soziale Vereine abgesehen hat, geht sie nicht aus. Andere Organisationen sind schließlich nicht betroffen.