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Polizei durchsucht Wohnungen von Hansa-Fans

Nach Ausschreitungen bei einem Fußballspiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden haben sächsische Ermittler Wohnungen in Anklam, Rostock und Barth durchsuchen lassen. Ermittelt wird gegen insgesamt 117 Personen.

Am Mittwoch wurden Wohnungen von mehreren Personen durchsucht, die von den Ermittlern zur militanten Hansa-Fanszene gezählt werden.
Friso Gentsch (Symboldbild) Am Mittwoch wurden Wohnungen von mehreren Personen durchsucht, die von den Ermittlern zur militanten Hansa-Fanszene gezählt werden.

Ermittlungen der Dresdener Staatsanwaltschaft in der militanten Fußball-Fanszene des FC Hansa Rostock haben am Mittwoch zu mehreren Hausdurchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern geführt. Beamte der Landespolizei durchsuchten zwei Wohnungen in Rostock und jeweils eine in Anklam sowie Barth. Zeitgleich wurden zehn weitere Wohnungen in Dresden und Umgebung sowie eine in Hamburg durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte bereits am Mittwoch über die Durchsuchungen informiert.

Ausschreitungen nach Hansa-Spiel

Hintergrund der Ermittlungen sind Vorfälle bei einem Fußballspiel zwischen dem FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden am 19. März, bei dem es zu Ausschreitungen gekommen war. Seitdem ermitteln die sächsischen Staatsanwälte gegen insgesamt 117 Personen, die überwiegend aus der Fanszene des FC Hansa Rostock kommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, sich zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Anhängern der beiden Mannschaften verabredet zu haben.

Ziel der vielen Durchsuchungen sei es gewesen, Beweismittel zu sichern, die Hintergründe und Absprachen zu der Auseinandersetzung belegen.