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Polizei nimmt Verdächtigen fest

15 Hinweise landeten bei der Polizei, einer führte jetzt zur Festnahme: Beweisen kann die Polizei zwar noch nichts, in Haft kam der Verdächtige aber dennoch.

Die Deutsche Bank in Anklam wurde in dieser Woche überfallen. Nun gab es die erste Festnahme.
Stefan Sauer/dpa-Archiv Die Deutsche Bank in Anklam wurde in dieser Woche überfallen. Nun gab es die erste Festnahme.

Es war anscheinend tatsächlich ein Einheimischer! Wenn die Polizei denn wirklich den Richtigen erwischt hat. Erste Zeugenaussagen stimmten darin überein, dass der Räuber aus der Deutschen Bank in Anklam einheimischen Dialekt sprach. Jetzt klickten in der Umgebung von Anklam die Handschellen. Die Hinweise, die nach dem Verbrechen und den Veröffentlichungen unserer Zeitung bei der Polizei eingingen, deuteten offenbar in eine ganz bestimmte Richtung. Aus Polizeikreisen war zu hören: „Das klang für uns doch alles sehr interessant, und der Mann, für den wir uns interessieren, ist es auch.“

Nur: Konkrete Beweise fehlen. Trotzdem kann die Polizei sich in aller Ruhe mit ihrem Verdächtigen beschäftigen. Er sitzt nach seiner Festnahme erst einmal in Stralsund hinter Gittern. Grund: eine noch offene viermonatige Haftstrafe wegen Trunkenheit am Steuer.

Rund 30 Jahre alt, schlank, Dreitagebart: So lautete am Dienstag nach dem Überfall auf die Deutsche Bank die erste Täterbeschreibung. 19 000 Euro hatte der Mann erbeutet, er bedrohte in der Schalterhalle die Angestellten mit einer Pistole. Ob echt oder ein Nachbau – das weiß man noch nicht. Er flüchtete zu Fuß, ein Suchhund hatte eine Spur in Richtung Peene verfolgt, aber selbst ein großes Polizeiaufgebot und Straßensperren hatten keinen Erfolg bei der Fahndung unmittelbar nach der Tat. Jetzt also die Festnahme.