Sperrung in Anklam:

Polizei schreibt Knöllchen, bis der Block leer ist

Man stelle sich vor, die Straße ist gesperrt und trotzdem fahren alle durch. So geschehen am Sonnabend in Anklam. Die zufällig anwesende Polizei verteilte massig Knöllchen.

Die Autofahrer dürfen in der Keilstraße gar nicht mehr stehen. Doch ein Schlupfloch brachte ihnen quasi den Durchbruch. Bis die Polizei kam.
Jörg Foetzke Die Autofahrer dürfen in der Keilstraße gar nicht mehr stehen. Doch ein Schlupfloch brachte ihnen quasi den Durchbruch. Bis die Polizei kam.

In der kommenden Woche soll die Anklamer Keilstraße bis zur Peenebrücke komplett erneuert werden, aber bei der Absperrung gab es gleich einmal die erste Panne. Städtische Mitarbeiter hatten am Samstag die Keilstraße vom Markt bis zur Kreuzung Ostseestraße mit Warnbaken abgesperrt und Duchfahrtsverbotsschilder aufgestellt und auch die Nebenstraßen nicht vergessen. Doch die Behörde hatte die Rechnung ohne die Unaufmerksamkeit der Autofahrer gemacht. Denn weil das Durchfahrtsverbot nicht für die Linienbusse gilt, hatte man in der Absperrung eine Lücke gelassen. Am Markt rauschten die Karossen zeitweise so in Kolonnen durch die Sperre. Das gefährliche daran: Aus Richtung Stadt passierten viele Übeltäter die Sperre auf der rechten Seite. Wer dann aber an der Kreuzung weiter wollte, musste auf die linke Seite wechseln und kam so zwangsläufig mit dem Verkehr auf der Kreuzung in Konflikt.

Das böse Erwachen kam, als ein Streifenwagen der Polizei am Samstagnachmittag an dem neuralgischen Punkt Stellung bezogen hatte. Jeder Sünder musste ein Verwarngeld von 25 Euro berappen.

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