Gewalt-Exzess in Ducherow:

Promille-Amok: 20-Jähriger zieht Spur der Gewalt

2,25 Promille im Kopf, so ging er los und randalierte durch den ganzen Ort. Fast nackt, extrem aggressiv: Einen Mann (64) und dessen Frau (63) prügelte er ins Krankenhaus. Zuletzt zerlegte er die Wohnung seiner Mutter.

Auch hier im Jugendclub hatte der junge Mann randaliert.
Kords/dpa Auch hier im Jugendclub hatte der junge Mann randaliert.

Wo sich Denny K. (Name geändert) so heftig betrunken hat, ob er allein war oder ob er mit Freunden soff: Man weiß es noch nicht. Doch die Schneise der Verwüstung, die der 20-jährige Ducherower in der Nacht zum Sonnabend durch den Ort gezogen hat, die beginnt an der Mehrzweckhalle der Gemeinde, gleich an der Hauptstraße.

Das Gebäude ist leer und verschlossen, als Denny zwischen 1 und 3 Uhr in die Halle einbricht. Erst versucht er, die Glasscheibe am Eingang zu zertrümmern, was ihm nicht gelingt, doch dann zerschlägt er die Scheibe am Seiteneingang. Jetzt kann er die Tür von innen öffnen.

Bei seinem Einbruch muss Denny sich verletzt haben, denn überall auf dem Boden und an den Tapeten finden sie seine Blutspuren. Was sie außerdem finden: Hemd, Hose, Socken und Schuhe von Denny, der sich in der Halle fast vollständig auszieht.

Nur seine Unterhose hat der Junge jetzt noch am Leib, außerdem reißt er einen Feuerlöscher aus der Wand. Den schleppt er  in den Amtsweg, rund hundert Meter. Er wirft den Feuerlöscher in ein Fenster des ASB-Jugendclubs, ob er auch einbricht, ist noch unklar. Denny setzt seine Verwüstungs-Tour fort, biegt vom Amtsweg in die Hinterstraße, wo er an einer Haustür klingelt. In dem Haus wohnt ein Ehepaar, 64 und 63 Jahre alt. Die Frau ruft die Polizei, denn plötzlich prügelt Denny drauf los. Der Mann, obwohl nur mit Schlafanzug und Pantoffeln bekleidet, wehrt sich. Doch gegen den Betrunkenen hat er keine Chance, denn der schlägt rüde auf ihn ein, tritt ihn sogar noch, als er schon am Boden liegt. Seine Frau will helfen, doch der Angreifer zieht sie erst an den Haaren und schlägt ihr dann ins Gesicht. Dann läuft er davon. Als die Polizei kommt, ist er nicht mehr zu sehen, und außerdem müssen sich die Beamten erst mal um die Opfer kümmern.

Sie bringen das Paar auf der Stelle ins Krankenhaus nach Ueckermünde, ein zweiter Streifenwagen beginnt, den Täter zu suchen. Der hat da schon sein Elternhaus im Langen Stieg aufgesucht, wo er die Randale fortsetzt. Im heimischen Wohnzimmer bietet sich der Polizei, die von Mutter und Tochter verängstigt gerufen werden, ein Bild der Verwüstung. Selbst die Beamten will der Junge noch verprüglen, doch die legen ihm Handschellen an und bringen ihn zur Ausnüchterung in die Anklamer Polizeizelle. Vorher messen sie noch seinen Alkoholpegel: Der liegt bei 2,24 Promille. Außerdem gibt Denny noch zu Protokoll, dass er Drogen nahm.

„Auch die Polizisten vor Ort haben so einen Fall zuvor noch nie erlebt und sind immer noch schockiert“, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Der Täter ist derweil schon wieder auf freiem Fuß. Auch als er wieder nüchtern ist, fällt ihm kein Motiv für seinen Gewaltausbruch ein: „Er konnte sich das alles nicht erklären“, berichtet Falkenberg.

Auch das ältere Ehepaar ist inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen, mit blauen Flecken und Verbänden.

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Kommentare (1)

Das klingt nach einem äußerst gelungenen vorangegangenen Abend. Zumindest hat er sich die Klamotten nicht weiter schmutzig gemacht. Also hatte der Justin-Dustin offenbar zumindest in der Hinsicht mit seiner Mutter, die die Klamotten nicht speziell reinigen musste. Mit 'nem guten Anwalt sollte bei der lustigen Blutprobe wohl sogar relativ wenig an Strafe bei rumkommen. Also alles in allem halb so wild. Mal von dem Ehepaar abgesehen, gute Besserung,