Bürgermeister und GWA-Chefin erneut im Clinch:

Provisorium für 40.000 Euro sorgt für Zoff in Anklam

Da reiben sich viele Anklamer die Augen: In der Nikolaikirchstraße gibt es einen schicken, neuen Parkplatz - für mindestens 40.000 Euro. Dabei sollen dort doch eigentlich Häuser gebaut werden. Bürgermeister Michael Galander ist darüber gar nicht erfreut.

Dieser provisorische Parkplatz hinter den neuen Gebäuden der Marktostseite in Anklam erhitzt die Gemüter: Immerhin soll das gute Stück zwischen 40.000 und 50.000 Euro gekostet haben.
Veronika Müller Dieser provisorische Parkplatz hinter den neuen Gebäuden der Marktostseite in Anklam erhitzt die Gemüter: Immerhin soll das gute Stück zwischen 40.000 und 50.000 Euro gekostet haben.

"Angeblich ist das sogenannte Provisorium viel billiger als ein Schotterplatz." Bürgermeister Michael Galander kann das nicht recht glauben. Immerhin soll der Parkplatz an der Nikolaikiche zwischen 40.000 und 50.000 Euro gekostet haben. Er findet, man hätte den Platz zum Beispiel mit zwei, drei Fuhren der abgefrästen Schwarzdecke aus der Bluthluster Straße auch gut befestigen können. "Das hätte im Höchstfall 10.000 Euro gekostet und allemal seine Dienste getan. Aber was dies nun soll, verstehe ich nicht." Galander kann seinen Ärger über dieses Provisorium kaum verbergen.

Nicht die besten Freunde

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass er seit geraumer Zeit seine Probleme mit der Geschäftsführerin der GWA hat. Und auch in diesem Fall sei Susanne Bluhm wieder einmal über das Ziel hinausgeschossen. Sollen hier etwa Tatsachen geschaffen werden, die dann fix sind?

Solche Bedenken schiebt die GWA-Chefin Susanne Bluhm beiseite. Natürlich werde die Seite zur Nikolaikirche auch bebaut. "Aber eben nicht jetzt. Wir können nicht alles gleichzeitig tun", sagt sie. Dennoch bleibt sie dabei: Das Provisorium war notwendig. "Und wenn uns die bauausführende Firma ein Angebot unterbreitet, das am Ende um 5000 Euro billiger ist als eine Schotterfläche, dann nehmen wir das natürlich an."

Bluhm: Parkplatz-Provisorium war alternativlos

Nach Aussage der GWA-Chefin war der Bau des Parkplatzes unbedingt notwendig – alternativlos. Denn für das geplante Parkhaus habe sie bisher noch kein Baurecht. Geht es damit los, habe sich der Parkplatz auch erledigt. Und im Übrigen sei es kein Problem, die verbauten Steine wieder aufzunehmen und anderweitig zu verwenden.

Das sieht Galander ein wenig anders, er glaubt nicht, dass "die Steine so einfach wieder auszubuddeln sind". Außerdem meint er, Susanne Bluhm hätte mit der Stadt reden und nach temporären Lösungen suchen können.

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