Und nun? Den Jäger holen?:

Rehe nutzen den Friedhof als Futterstelle

Frisches Grünzeug mögen Rehe besonders gern, doch nun haben sie den städtischen Friedhof in Anklam als leichte Futterquelle entdeckt. Begeistert sind die Angehörigen der hier Bestatteten über diese Besuche nicht – im Gegenteil. Und nun? Den Jäger holen?

Rehe nutzen den Friedhof in Anklam immer häufiger als Futterquelle - sehr zum Ärger der Angehörigen von Verstorbenen (Symbolbild).
NK Archiv Rehe nutzen den Friedhof in Anklam immer häufiger als Futterquelle - sehr zum Ärger der Angehörigen von Verstorbenen (Symbolbild).

Eigentlich ist der neue Friedhof am Rande Anklams ein ruhiger Ort. Doch seit geraumer Zeit gibt es Ärger. Rehe haben das frische Grünzeug für sich entdeckt. Und sie machen keine Unterschiede zwischen Sträuchern, Stauden oder Schnittblumen.

Die zuständige Rathausmitarbeiterin Silke Brüsch hat bisher auch kein Rezept gegen die Rehe. "Immer wieder rufen verärgerte Angehörige bei mir an, dass die von ihnen mit viel Liebe hergerichteten Grabstätten erneut von den Rehen heimgesucht wurden." Auch Kerstin Maaß kennt das zur Genüge. "Das ist einfach ärgerlich, wenn von der Bepflanzung nur noch kahle Stängel übrig sind."

Tür zu!

Was soll helfen? Silke Brüsch appelliert an die Besucher des Friedhofes, darauf zu achten, dass die Tür stets geschlossen ist. "Klar, weiß ich, dass auch hohe Zäune die Tiere nicht wirklich abhalten können. Sie springen notfalls drüber."

Und nun? Jäger holen und die Rehe abschießen geht nicht – Friedhöfe sind befriedete Gebiete, da verbietet sich diese Variante. In einigen Orten sind die die Pflanzen auf den Gräbern mit Kunststoffnetzen abgedeckt. "Aber das will doch auch keiner wirklich", sagt Silke Brüsch. Nun hat sie von einem anderen Mittel gehört, das angeblich wirken soll: Ein Buttermilch-Wassergeschmisch. "Das über die Blumen geben soll die Rehe abschrecken, weil sie angeblich die Säure nicht vertragen."

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